4 Exzess-Tipps für Anfänger*innen

Ausgesucht: Birgit Wittstock
zuletzt aktualisiert am 31.05.2022

Für die einen ist Exzess ein gefährliches Übel, für die anderen eine psycho-hygienische Notwendigkeit. Die Autorin dieser Zeilen zählt zur zweiten Fraktion: feiern galore!

Weil die Lockdownbedingte Abstinenz ein gewisses Dancefloorfremdeln hinterlassen hat, lässt es sich, zumindest derzeit noch, am besten im Tschocherl eskalieren.

Auch nicht fehlen dürfen: exzessives Rumhängen, mindestens ebenso exzessiver Kulturgenuss und der regelmäßige Fressexzess.

Weitere Tipps, um die exzessive Seite der Stadt zu entdecken, finden Sie im neuen Best of Vienna.

Gumpendorfer Straße 69, 1060 Wien
täglich 18–2 www.facebook.com/CafeMonic69/
„Wir sind eine Eckbar. An einer Ecke in Wien. Bei uns hat man Spaß“, lautet die gewichtige Ansage auf der Facebook-Seite des Café Monic. Und es ist nicht zu viel versprochen: Spaß und Vollrausch sind im Monic Programm. Anfang der 2010er war das abgeranzte Tschocherl in der Gumpinger, Höhe Pilgramgasse, noch eine Begegnungszone für ältere Herren, heute geben hier die Mitteljungen Vollgas.

Café Monic

Meidlinger Markt, 1120 Wien
Di-Fr 15-18 Uhr
Man schrieb das Jahr 2012, als ein gewisser Christian Chvosta einen alten Kebabstand am Meidlinger Markt übernahm und ihn „Milchbart“ nannte. Chvosta machte sein Marktbeisl so gut, dass plötzlich scharenweise Hipster nach Meidling pilgerten und auf dem ausgestorbenen Markt ein neuer Stand nach dem anderen eröffnete. Heute ist der Meidlinger Markt eine reich gedeckte Tafel für Fressexzesse.

Birgit Wittstock

Sie sind die Virtuos*innen des immersiven Theaters, reißen bei ihren Stücken exzessiv die Grenzen zwischen Publikum und Schauspieler*innen nieder und machen Erstere zu Mittäter*innen und Teil der Inszenierung.

In den letzten Jahren hat sich die preisgekrönte queere Wiener Theatertruppe eine große Fanbase erspielt – Tickets sind bei jedem neuen Stück schneller ausverkauft, als man „Nesterval“ buchstabieren kann. So auch beim neuen, „Sex, Drugs and Budd ’n’ Brooks“, das sich, angelehnt an Thomas Manns „Die Buddenbrooks“, um Sexarbeit dreht und derzeit im Prater aufgeführt wird. Wer Glück hat, erwischt eine rare Restkarte. Allen anderen sei beim nächsten Stück zu Schnelligkeit geraten!

Alexandra Thompson

Exzessives Chillaxen in den öffentlichen Hängematten im Bruno-Kreisky-Park bietet sich eigentlich eh immer an, aber am schönsten ist es hier nach der Monic-Sperrstunde, wenn während der violetten Morgenstunden im Park Ruhe herrscht.

Einst als temporäres Kunstprojekt gedacht, sind die „Shared Hängematten“ vom Frühling bis zum Herbst zum Rumhängen für alle da. Getränke mitnehmen oder beim Würstler neben der U-Bahn-Station checken!

Birgit Wittstock

Alle Adressen auf einen Blick

ZU DEN TIPPS DER LETZTEN AUSGABEN:

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe 6 Monate FALTER um 3,20 € pro Woche
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!