Familienspaß & Pistengaudi

Ausflüge

ÖSTERREICH | CLAUDIA STIEGLECKER, KARIN WASNER | COMPLETE MAGAZIN 4/15

Foto: Oberösterreich Werbung / Hermann Erber

Kunst am Berg

Hoch über dem verschneiten Saalbach wartet ein außergewöhnliches Hotel auf kunstaffine Wintersportler

Wenn die ersten Flocken fallen, erwacht Saalbach aus dem Sommerschlaf und wird mit seinen 200 Pistenkilometern wieder zur Skifahrer-Sehnsucht. Nur im Winter öffnet das Art & Ski-In Hotel Hinterhag seine Pforten für Menschen, die das Besondere lieben. Kunst ist hier allgegenwärtig, Evi Fersterer, die Frau des Hauses und angesehene Malerin, verwirklicht mit dem Hotel voll mit ihren Werken einen Traum. Holz spielt hier die Hauptrolle, einiges davon an die 400 Jahre alt. 4.000 Quadratmeter Altholz, das ihr Mann Sepp sein ganzes Leben lang aus alten Scheunen und Bauernhäusern rettete, schaffen hier eine naturverbundene und gemütliche Atmosphäre. Da lässt man Schnee auch gerne einmal Schnee sein und schwingt von der Piste gleich direkt in die Lobby ab.

Art & Ski-In Hotel Hinterhag

In der Sauna schwitzen und dabei den Blick.über Saalbach und weit in das Glemmtal hinein schweifen lassen, das kann man am Dach des Hauses in der neuen Panoramasauna, dem Highlight des Wellnessbereichs. Wer nicht so hoch hinauswill, nutzt Indoor-Pool, Dampf- oder finnische Sauna oder entspannt im Ruhebereich.

Preis: Das Doppelzimmer zu zweit inklusive exquisites Frühstücksbuffet und abendliches 3-Gang-à-la-carte-Dinner im Hotelrestaurant Herzbuam genießt man ab € 300. Die romantische Weihnachtswoche als Paar inklusive Heiligen Abend auf der Hinterhag-Alm bucht man ab € 1.999.

Kontakt: Hinterhagweg 43, 5753 Saalbach, Tel. 06541/62 91, info@hinterhag.at, www.hinterhag.at

Auf die Bretter, fertig, los!

Familienskispaß vor der atemberaubenden Kulisse des Toten Gebirges

Der „Ski von Hoting“ ist 110 cm lang, 10 cm breit und 4.500 Jahre alt. Das mit Steinwerkzeugen bearbeitete Brett wurde in einem schwedischen Moor gefunden und beweist eindrucksvoll, wie lange Skier schon als Transporthilfe verwendet werden. Mittlerweile haben sich die Bretter zwar zu wahren Hightech-Geräten entwickelt, doch für die Fahrer gilt nach wie vor: Übung macht den Meister. Mitten in Oberösterreich, auf den idyllischen Hängen der Wurzeralm, kommt dabei die ganze Familie auf ihre Kosten. Versierte Skifahrer sausen die Erlebnispisten hinunter, während die Kinder noch ein wenig im Sunny Kids Park trainieren, bevor sie die Abfahrt zur Talstation wagen. Zurück hinauf geht es jedenfalls für alle flott – mit der schnellsten Standseilbahn der Welt.

Klein, aber fein

Das Skigebiet Wurzeralm im oberösterreichischen Spital am Phyrn bietet seinen Besuchern 22 Pistenkilometer auf 12 Abfahrten, die mit acht Liftanlagen erschlossen sind. Das Gebiet erstreckt sich von 800 bis auf 1.870 Höhenmeter und ist besonders für Familien und Anfänger geeignet. Mehrtageskarten sind auch im nahen Skigebiet Hinterstoder mit weiteren 40 km Skipisten gültig und per Skibus erreichbar.

TIPP: In Begleitung eines Erwachsenen mit gültigem Skipass fahren Kinder bis zu einem Alter von 10 Jahren mit der vergünstigten Schneemannkarte für nur 2 Euro am Tag.

infos: Pistenpläne u. Preise www.hiwu.at oder bei der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG, Tel. 07564/52 75. Oberösterreich Tourismus Information, Tel. 0732/22 10 22

Zirkuswelt aus Schnee

Die Skipisten im Tiroler Ischgl werden zu einer Open-Air-Kunstgalerie

Die Geschenke sind ausgepackt, die Kekse gegessen, mit dem Silvestersekt wurde ausgiebig angestoßen. Das neue Jahr hat begonnen und es ist höchste Zeit, die kürzlich gefassten guten Vorsätze anzugehen. Mehr Bewegung an der frischen Luft zum Beispiel, um die überschüssigen Weihnachtskilos loszuwerden. Oder mal wieder Zeit für einen Museumsbesuch finden, um neue Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Kälte und Schnee machen beides möglich: In der winterlichen Bergwelt Tirols entsteht die Galerie aus riesigen Schneeskulpturen praktischerweise direkt neben den Pisten. Erstaunliches erwartet die Wintersportler, so lange, bis die Kunstwerke in der immer stärker werdenden Frühlingssonne langsam wegschmelzen. Nur gut, dass noch Winter ist!

„Formen in Weiß“

Schon zum 23. Mal verwandeln heuer professionelle Bildhauer aus der ganzen Welt die Silvretta Ski Arena Ischgl-Samnaun zu Jahresbeginn in eine imposante Outdoor-Galerie. Unter dem Motto „Manege frei“ werden vom 11.–15. 1. 2016 jene zehn Entwürfe, die im Vorfeld von der Ischgler Jury ausgewählt wurden, über das ganze Skigebiet verteilt in Schnee gemeißelt.

TIPP: Auch in diesem Jahr werden die besten „Formen in Weiß“-Schneekunstwerke prämiert. Am 15. Januar wird bekannt gegeben, welche kunstvollen Kreationen aus der frostigen Zirkuswelt einen Stockerlplatz erringen.

INFOS: Mehr Details zur Veranstaltung bei der Hotline des Tourismusverbandes Paznaun – Ischgl, Tel. 0509/901 00, oder unter www.ischgl.com

Perspektivenwechsel

Im Winter beim Gleitschirmfliegen in Vorarlberg die Landschaft von oben erleben

Die Sehnsucht, frei wie ein Vogel durch die Lüfte zu gleiten, ist so alt wie die Menschheit selbst. Der ewige Traum vom Fliegen führte im Lauf der Geschichte zu unzähligen wagemutigen und doch gescheiterten Flugversuchen. Und selbst heute noch, wo riesige Passagiermaschinen ganz selbstverständlich von Kontinent zu Kontinent fliegen, schlagen Kinder heftig mit ihren Armen in der Hoffnung, aus eigener Kraft in die Luft aufzusteigen. In Andelsbuch im Bregenzerwald ist es eigentlich ganz einfach, die Welt völlig ursprünglich aus der Vogelperspektive zu erleben: beim winterlichen Gleitschirmflug, wenn Eis und Schnee in der Sonne glitzern und in der Schwerelosigkeit die Freiheit der Lüfte spürbar wird – und das sogar ganz ohne Flügelschlag.

Paragleiten im Bregenzerwald

Das Fluggebiet Andelsbuch/Bezau gehört aufgrund seiner guten Thermikverhältnisse zu einem der besten Europas, Paragleiter können hier ganzjährig in sämtliche Himmelsrichtungen starten. Zwei Bergbahnen bringen die Gleitschirmflieger zu den Startplätzen: Im Winter wird vom Baumgarten in Bezau (1.700 m) und vom Diedamskopf in Schoppernau (2.090 m), im Sommer von der Niedere in Andelsbuch (1.590 m) gestartet.

TIPP: Als Einstieg für Anfänger eignet sich am besten ein Tandemflug, der sofort und ohne besondere Ausbildung echtes Flugerlebnis ermöglicht.

Infos: Mehr zu Tandemflügen und Gleitschirmkursen bei der Flugschule Bregenzerwald, Tel. 05514/31 77, oder unter www.gleitschirmschule.at

Mit der Kraft der Gedanken

Eine Reise in die geheimnisvolle Welt der chinesischen Shaolin-Mönche

Drache, Schlange, Tiger, Leopard und Kranich – was klingt wie ein wahllos zusammengewürfeltes Tierquintett, ist in Wahrheit einer der Grundpfeiler der chinesischen Kampfkunst. Jeder der fünf „Tierstile“ dient dem Training besonderer Fähigkeiten und orientiert sich an den Bewegungen seines Namenspaten. In der „Wiege des Kung Fu“, dem Shaolin-Kloster in der Provinz Henan, werden die Bewegungsfolgen teilweise schon seit über 1.500 Jahren praktiziert, um die Kontrolle des Körpers durch den Geist zu erreichen. Dass diese Disziplin den Mönchen zu schier unglaublicher körperlicher und mentaler Stärke verholfen hat, beweisen sie eindrucksvoll in ihrer Bühnenshow. Getreu ihrem Motto: „Lerne so gut zu kämpfen, dass du niemals kämpfen musst“.

Shaolin-Show

Im Jahr 1995 beging das Shaolin-Kloster im Herzen von China sein 1.500-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass entschloss man sich, die erstaunlichen Fähigkeiten der Mönche der Öffentlichkeit zu präsentieren. Eine Erfolgsgeschichte: Fünf Millionen Menschen weltweit staunten in mehr als 4.500 Aufführungen über die Körperbeherrschung der Mönche. Nun feiert die Show selbst ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsprogramm.

Termine und Preise: Die Jubiläumstour führt die Shaolin-Mönche vom 27. 1.–17. 4. quer durch ganz Österreich. Karten gibt es ab 25 Euro, die Veranstaltungen in Linz und Salzburg sind außerdem als Dinnerpackage buchbar.

Infos: Zum Beispiel unter www.oeticket.com oder www.viennaticketoffice.com

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