Kaiserliche Boten einer himmlischen Essenz

Fast so aufwendig wie der Duft ist sein edler Flakon

STIL & DESIGN | CATHERINE GOTTWALD | COMPLETE LUXUS 2/14

Foto: Guerlain

Das wohl kostbarste Parfumfläschchen der Welt entstand aus dem Gefühl wechselseitiger Verehrung: Die französische Kaiserin Eugénie vergötterte die Duftkreationen des Hauses Guerlain, François-Pascal Guerlain war wiederum von der Aura und Eleganz der schönen Ehefrau Napoleons III. ergriffen. Als Hochzeitsgeschenk für Eugénie komponierte der Gründer des Hauses Guerlain 1853 einen „maßgeschneiderten“ Duft, das berühmte Eau de Cologne Impériale. Der Glashersteller Pochet & du Courval wurde mit der Herstellung eines geeigneten Fläschchens beauftragt und schuf ein Meisterwerk: den legendären „Bienenflakon“. Die von der Kuppel der Siegessäule des Vendôme-Platzes inspirierten Ziegelformen sind mit 69 goldenen Bienen – dem Emblem des Kaiserhauses – versehen. Jeder Ziegel und jede Biene werden bis heute in der Maison Guerlain in Paris in der gleichen Technik von Hand vergoldet, mit Schnüren verziert und mit Initialen personalisiert. Die auch bei Kaiserin Sisi beliebte, bauchige Luxusbiene samt duftigem Inhalt ist längst nicht mehr nur adeligen Kreisen vorbehalten: Im schlichten Bienendekor ohne Goldapplikation beherbergt der Bienenflakon Guerlain Düfte wie die Klassiker „Eau de Coq“ und „Eau de Fleurs de Cédrat“.

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