Posting auf Reisen? Zu wenig!

Auch wenn das Smartphone sie im Alltag verdrängt hat: Zum Rundum-sorglos-Paket im Urlaub gehört eine echte Kamera einfach dazu

ELEKTRO | ANDREAS TANZER | COMPLETE MAGAZIN 2/15

Foto: Canon

Die Urlaubszeit naht und damit hoffentlich unvergessliche Eindrücke, die natürlich für die Ewigkeit festgehalten oder zumindest auf Facebook gepostet werden wollen. Letzteres ist eigentlich Domäne des Handys. Gerade im Urlaub spricht aber vieles dafür, das Fotografieren den Spezialisten zu überlassen. Zwar machen billige Schnappschuss-Kameras heute nicht mehr unbedingt schönere Bilder als iPhone und Co. Doch im dichten Gewühl des Stadtbummels trägt man besser eine 100-Euro-Kamera als ein 600-Euro-Smartphone zu Markte. Und wer das Handy doch nicht im Hotel lässt, freut sich, wenn sein Akku länger hält. Fotografieren zehrt rasch an den knappen Ressourcen. Spätestens bei schwachem Licht – und gegen eine höherwertige Kamera – hat das Smartphone ohnehin das Nachsehen. Auch beim Zoomen haben Kameras die Nase vorn. Idealer Begleiter auf großer Fahrt sind daher „Reisezoom“-Kameras: kompakte Modelle, die mit starkem Zoom und Szene-Programmen jeder Aufnahmesituation gewachsen sind. Aktuell etwa Canons Powershot SX710 oder Panasonics TZ71 mit jeweils 30-fachem Zoom. Viele Modelle können per GPS den Ort der Aufnahme speichern, und fast alle sind mit WLAN ausgestattet, sodass sie ihre Aufnahmen wie beim Handy (und oft über den Umweg über dieses) rasch verbreiten können. Reisezoomkameras sind für die meisten Zwecke mehr als ausreichend, nebenbei bemerkt auch für Video. Wer fotografisch doch anspruchsvoller ist, muss sich entscheiden: Mega-Zoom oder Top-Qualität. Die Königsklasse der Kompakten wie Sonys RX- oder Canons G-Serie bietet mit großem Sensor und manuellen Einstelloptionen fast alles, schwächelt aber beim Zoom. Andererseits haben Bridge-Kameras mit größerem Gehäuse für vergleichsweise wenig Geld sagenhafte Zoom-Werte. Nikons P900 protzt mit 83-fach-Zoom – damit fängt man auch Motive ein, die mit freiem Auge kaum zu erkennen sind.

Wer keine Kompromisse eingehen will, nimmt Wechselobjektive. Ob man eine spiegellose Hybrid-Kamera oder eine Einsteiger-Spiegelreflex-Kamera wählt, ist Geschmackssache. Die Spiegellosen sind kleiner und leichter, in die Jacken- oder gar Hosentasche passen sie aber auch nicht. Wegen ihrer größeren Sensoren versprechen Wechselobjektivkameras auch dann bessere Bilder, wenn nur das mitgelieferte Standard-Objektiv genutzt wird.

Die echten Boliden wie Nikons auf Astrofotografie spezialisierte D810A oder Canons 50-Megapixel-Monster 5DS benötigen nur Profis.

Panasonic hat mit der TF-, Pentax mit der WG- und Olympus mit der Tough-Serie Kompaktkameras, die nicht nur für Touren durch staubige Wüsten oder auf frostige Berggipfel ideal sind. Man knipst mit ihnen auch bedenkenlos an Strand oder Pool. Selbst kleinere Tauchgänge machen sie mit.

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