Zirbenduft

Großmutters Weisheit in neuem Design: Das Baby schläft tief im Duft des Zirbenholzes

STIL & DESIGN | LAURA ARI | COMPLETE MAGAZIN 3/15

Foto: Bennis Nest / Suzy Stöckl

„Beim ersten Kind kauft man vieles, das man nach wenigen Monaten nicht mehr braucht. Beim zweiten Kind weiß man, was wirklich wichtig ist: guter Schlaf“, sagt die Erfinderin von „Benni’s Nest“ Nicole Pröll. Die in Krems lebende Mutter zweier Kinder (Benjamin, zwei Jahre, und Jakob, vier Jahre alt) spricht aus Erfahrung. Der Erfahrung ihrer Mutter wiederum ist es zu verdanken, dass es zur Entstehung von „Benni’s Nest“ kam. Benni war ein Frühchen und litt unter sehr unruhigem Schlaf. Als der Kleine nur wenige Wochen alt war, verbrachte Nicole mit ihrem Mann Stephan Pröll und ihren Kindern ein Wochenende bei den Großeltern am Semmering. Ihre Mutter gab ihr den Rat, den kleinen Benjamin zum Schlafen in eine Schublade der Kommode aus Zirbenholz zu legen. Sie polsterten die Lade mit einer Decke aus und der unruhige Säugling schlief zum ersten Mal seit der Geburt ruhig und friedlich. Von da an wurde die Schublade ihr ständiger Begleiter: Sie stand zu Hause im Schlafzimmer, sie trugen sie mit dem darin liegenden Baby ins Wohnzimmer oder in die Küche und nahmen die Lade mit, wenn sie unterwegs waren. Da es auf Dauer ungemütlich ist, eine Holzschublade mit sich herumzutragen, suchten die Eltern von Benni nach etwas Vergleichbarem. Doch sie fanden nichts. So entstand die Idee, selbst ein Bettchen aus Zirbenholz herzustellen. Es sollte heimelig wie die Lade sein, am Boden stehen (so fällt es nicht um und der größere Bruder kann sein Geschwisterchen anschauen) und das Holz muss beruhigend nach Zirbe duften. Mit einem Waldviertler Tischler entwickelten sie ein Babybett, das keinem andern gleicht: Es hat eine ovale, geschlossene Form, keine Gitterstäbe und ist frei von Materialien wie Metall oder Kunststoff. Nachhaltigkeit ist den Prölls ein großes Anliegen: „Benni’s Nest“ kann man, wenn das Baby herausgewachsen ist, weiterverwenden. Dank dem Deckel hat man ein duftendes Beistelltischchen. Überzieht man die Matratze mit dem mitgelieferten Loden aus der Steiermark, wird eine Sitzbank daraus. Die Kinder lieben sie auch als Spielzeugkiste. So bleibt „Benni’s Nest“ jahrelang in Verwendung und wer weiß, vielleicht legen sie später ihre eigenen Kinder in das Nestchen ihrer Kindheit.

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