Wissenschaft

Einsam gegen Volk und Führer- Wilhelm Röpkes ordoliberale Kritik am nationalen Sozialismus

(Vortrag Götz Aly)

Kaum hatten Hitler und seine Partei die Regierung übernommen, belegten sie Professor Wilhelm Röpke (1900-1966) mit Berufsverbot. Er fiel zwar nicht unter die Hasskategorien Sozialist, Kommunist oder Jude, vielmehr galt der Ökonom den neuen Machthabern deshalb als unver­söhnlicher Staatsfeind, weil er ohne jeden Kompromiss für Liberalismus, Marktwirtschaft und individuelle Freiheit focht. Seine Kritik kennzeichnet strikter Realismus und zutreffende Prognostik. So warnte er bereits vor den Reichstagswahlen 1930 in einem von ihm verfassten Flugblatt: Wer für die NSDAP stimme, solle später nicht behaupten, "er habe nicht gewusst, was daraus ent­stehen könnte"; vielmehr müsse er wissen, "dass er für den Krieg nach innen und nach außen, für sinnlose Zerstörung stimmt". Der Vortragende studierte Politische Wissenschaft und Geschichte, arbeitete für die "taz", die "Berliner Zeitung" und als Gastprofessor (u.a. an der Universität Wien). 2002 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis, 2003 den Marion-Samuel-Preis, 2012 den Ludwig-Börne-Preis.

Zusatzinfo:
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Vortrag von Götz Aly.

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