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Kirk Douglas: Now We Know, oder: Nach der Katastrophe ist vor dem Kinn

(Kurshalten mit Drehli Robnik)

"Der Polit-Thriller "Seven Days in May", mit dem die Kirk Douglas-Reihe endet, handelt davon, dass in den USA ein nationalistischer Demagoge an die Macht kommt – durch einen Putsch gegen einen gewählten Präsidenten. Wer weiß... "Now we know" ist ein Schlüsselsatz in der Schlüsselszene von "Two Weeks in Another Town" (1962) – Trauma re-enacted: Als ebenso workoholischer wie fixfertiger Schauspieler rast Kirk im Auto gegen eine Wand, die eine Rückprojektion ist. Danach weiß er – was? Danach ist davor: Wie bei diesem Reinrasen in ein unabänderliches Bild passiert es oft, dass er traumatische Vergangenheit neu durchlebt, neu sortiert: in den Pearl Harbor-Filmen "In Harm's Way" und "The Final Countdown" oder in Filmen/Szenen zum Nachlasten des Nazi-Holocaust. Mein Vortrag erörtert Bilder von Handlungsfähigkeit als Permanenz-FURY im Kollaps: bastard-like exzessiv mit dirty hands, oft unerträglich (Übergriffe gegen Frauen als Routine), bedrängt von neuen Machtformen (Monitoring), verstrickt in Ohnmacht aus Einsicht (Tötungshemmung) und – wo Kirk auf Kubrick trifft – still in Momenten mehrstimmiger Solidarität unter Ungleichen." (Drehli Robnik)

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Von der FALTER-Programmredaktion empfohlen

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