Musiktheater Empfohlen

Lulu

© Wiener Staatsoper


Willy Deckers psychologisch packende Inszenierung hatte eigentlich bereits im Jahr 2000 Premiere, doch nun wird man das von Alban Berg unvollständig hinterlassene Stück in der von Friedrich Cerha vervollständigten Fassung erleben können, die 1979 von Pierre Boulez uraufgeführt wurde. Willy Decker schrieb 2000 zu seiner Inszenierung: „Lulu provoziert Unsicherheit – alles und jeder um sie herum verliert unter ihrem Einfluss Boden unter den Füßen, strauchelt und stürzt. Lulu, die Person, und Lulu, das Stück, sind auf Verunsicherung angelegt. Das Stück beschreibt die Grundspannung zwischen Männlich und Weiblich als einen immerwährenden Kampf – der Ort dieses Kampfes und damit der Ort des Stückes ist die Arena.“ Willy Deckers hat seine stimmige Inszenierung, die in einem Zirkusrondeau die Titelheldin und die sie zugrunde richtenden Personen samt Zuschauertribüne mit der das Geschehen verfolgenden Statisterie zur Schau stellt, mit dem dritten Akt vervollständigt. Trotz etwas „kleiner“ Stimme brilliert Agneta Eichenholz als gleichsam nicht fassbare Akteurin, der alle diese immer brutaler agierenden Männer zum Opfer fallen, bis sie selbst als Prostituierte von Jack the Ripper (alias Vo Skovhus als Dr. Schön) „geschlachtet“ wird. Ingo Metzmacher macht mit dem Orchester in jedem Takt die expressive Sinnlichkeit dieser Musik klar.

Zusatzinfo:
Zusatzinfo:
Oper von Alban Berg in drei Akten (Orchestrierung des 3. Aktes komplettiert von Friedrich Cerha), D: Metzmacher, R: Decker, B + K: Gussmann, S: Eichenholz, Denoke, Ellen, Khayrullova, Nazarova, Nakani; Skovhus, Lippert, Grundheber, Huber, Schneider, Bankl, Osuna, Moisiuc, Walser, Martirossian
Sonstiges:
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Von der FALTER-Programmredaktion empfohlen

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