Pop/Rock / Elektronik Empfohlen

Ester Poly

© Ralph Kuehne


"Am I a bitch, if I don't want to?" fragt das experimentierfreudige schweizer Duo Ester Poly im Eröffnungsstück "Slutwalk" seines Debütalbums "Pique Dame", das dieser Tage beim queer-feministischen Wiener Label Unrecords erscheint. Und dann skandieren Martina Berther und Béatrice Graf gemeinsam "Yes means yes and no means no!" Nun könnte man es ein wenig ermüdend finden, diese Selbstverständlichkeit erneut vorgebetet zu bekommen. Noch viel ermüdender ist freilich die Notwendigkeit, das offenbar nach wie vor nur scheinbar selbstverständliche "No means no" ständig aufs Neue betonen zu müssen. Einmal ganz abgesehen davon, dass Ester Poly ihren "Slutwalk" praktisch ausschließlich auf Rhythmus errichten, Bass und Schlagzeug also, und dabei ganz einfach ein ziemlich lässiger Song herauskommt. Im weiteren Verlauf des Albums hat instrumentaler Noiserock ebenso Platz wie aufgekratzter französischer Wavepop. Dicht gewebt und gleichzeitig doch stets recht luftig, sorgt die Rhythmuslastigkeit nicht nur einmal für markante Grooves, die freilich lieber ein bisschen eckig als geschmeidig daherkommen. "Be Loud" heißt ein Stück des Albums, krawallige Klischees vermeiden Ester Poly aber durchwegs geschickt. Weiters zu hören: Susanna Gartmayer (A).

Zusatzinfo:
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(CH) - Albumpräsentation "Pique Dame"
Sonstiges:
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Von der FALTER-Programmredaktion empfohlen

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