Pop / Rock Empfohlen

Isolation Berlin

Foto: Noel Richter


Zwei Drittel super Sache, ein Drittel Oida, geht's noch?, ungefähr so lautet die Formel bei Isolation Berlin, einem jungen deutschen Gitarrenquartett, das auch tatsächlich aus der namenstiftenden Stadt kommt. Fröhlich harmonisches Sixties-Beat-Geschrammel haben Isolation Berlin ebenso im Programm wie aufgekratzten Indierock mit New-Wave-Einschlag oder streng schwarz gewandeten Postpunk. Nach einigen feschen Kurzformaten folgte 2016 ein trotz prätentiösen Titels tolles Debütalbum, "Und aus den Wolken tropft die Zeit". Heuer wurde nachgelegt: "Vergifte dich" bietet Weltekel und Romantik in dunkelgrau statt rosarot, dazu mehr als nur eine bemerkenswerte Zeile. "Wenn du mich suchst, du findest mich am Pfandflaschenautomat / Da hol ich mir zurück was mir gehört" etwa. Aber - und nun kommen wir zum "Oida, geht's noch?" - halt eben auch allerlei Klischees ("Die Monate reichen sich lustlos die Hände / Mit todmüden Augen seh ich die Jahre vergehen / Es gibt kein Zurück und ich komm nicht voran") oder pubertären Kitsch ("Deine Augen blinzeln in das Licht meiner Erkenntnis / Das dir viel zu grell erscheint / Du hast jetzt lang genug geweint / Spür doch es weht ein frischer Wind / In Richtung Hoffnung hin / Dort steht ein Schiff für dich bereit"). Trotzdem: schon gut.

Zusatzinfo:
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(D)

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