Wissenschaft

Das besondere Objekt: Ein Jesuit am Marterpfahl. Kupferstich von Francesco Giuseppe Bressani, 1657

Vortrag von Elisabeth Zeilinger (wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kartensammlung der ÖNB), anschließend Besichtigung des Originals im Prunksaal um 18.30 Uhr, Anmeldung unbedingt erforderlich! (Vortrag Elisabeth Zeilinger, Anmeldung unbedingt erforderlich!)

Von der Karte „Novae Franciae accurata Delineatio“ gibt es weltweit nur mehr zwei komplette Exemplare. Sie stammt von dem Jesuiten Francesco Bressani und zeigt das von den Franzosen als Kolonie beanspruchte Territorium im heutigen Kanada. In der Region um die Großen Seen siedelten im 17. Jahrhundert u. a. die Huronen, die mit den Irokesen verfeindet waren. Die Franzosen unterstützten die Huronen, gewonnen aber haben die mit den Briten verbündeten Irokesen, was die Position Frankreichs in Amerika nachhaltig schwächte. Der Jesuit Bressani war als Missionar bei den Huronen ein Zeitzeuge dieser Entwicklung; seine Karte ist durch ihre naturalistischen Darstellungen der indigenen Bevölkerung von großem Interesse. Besonders eindrucksvoll ist dabei das in die Karte eingefügte Bild von Jesuiten am Marterpfahl.

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