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Oehl & Gäste

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Es kommt nicht alle Tage vor, dass Herbert Grönemeyer eine zu diesem Zeitpunkt noch kaum bekannte österreichische Band einlädt, für ihn Konzerte in großen Hallen zu eröffnen. Genau das ist Oehl 2019 passiert, einem aus dem Wiener Sänger und Songwriter Ariel Oehl und dem isländischen Multiinstrumentalisten Hjörtur Hjörleifsson bestehenden Duo, das live zum Quintett anwächst. Anfang 2020 folgte, just zum Ausbruch der Pandemie, das ersten Album "Über Nacht", produziert von Marco Kleebauer (Leyya, Sharktank). Elektronische Sanftmütigkeit und deutsche Texte voll eigenwilliger Poesie prägen Oehls Lieder. Die Beats sind dezent wattiert, die Melodien eingängig, die Grundstimmung ist gepflegt schwermütig. Auf dem im Sommer letzten Jahres nachgelegten Kurzformat "100% Hoffnung" üben sich Oehl in Kapitalismuskritik – freilich ohne deshalb gleich nach Arbeiterkampflied zu klingen. Nun wird das vergangenen Oktober verschobene Konzerthaus-Konzert nachgeholt. Als Gast im Mozart-Saal wirkt der österreichische Songwriter-Newcomer Doppelfinger alias Clemens Bäre mit – und dann wäre da noch das Duo Elsberg & Oehl, hinter dem Ariel Oehl und sein alter Kumpel Tobias Pötzelsberger stecken: Der ZiB-Moderator entsinnt sich dafür ausnahmsweise seiner Vergangenheit als Kuschelecken-Indiepopper.

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