Musiktheater Empfohlen

Thérèse Raquin

Wiener KammerOrchester, D: Lakeland, R: Thausing, A: Gehre, L: Tschek. S: Mintzer, Mars, Kutrowatz; Morstein, Connor, Zinoviev, Kim

Der US-amerikanische Komponist wählte für seine dritte Oper als Vorlage Emile Zolas Roman "Thérèse Raquin", der als ein Initialwerk des literarischen Naturalismus gilt. So prallen in prekären räumlichen, finanziellen und sozialen Verhältnissen unerfüllte Träume auf unterdrückte Leidenschaften. Picker komponierte seine Thérèse Raquin 2001 zunächst für großes Orchester, 2006 adaptierte er sie als Kammerfassung, die nun nach Wien kommt. Zwar übernahm Picker die Handlung von Zola, aber nicht dessen distanzierten Blick. In seiner Oper sind die Figuren keine tierischen Bestien, sondern Menschen, die uns nahe kommen sollen. Das Libretto besteht aus elf Bildern, die gegen Ende immer kürzer werden, und soll mit "beschleunigtem Tempo eine Höllenfahrt" beschreiben.

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