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Sigrid Horn

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© Magdalena Blaszczuk

Foto: Magdalena Blaszczuk

Sigrid Horn (Mitte), Bernhard Scheiblauer und Sarah Metzler - © Magdalena_Blaszczuk

Sigrid Horn (Mitte), Bernhard Scheiblauer und Sarah Metzler (Foto: Magdalena_Blaszczuk)


Niemand singt derzeit berührende österreichische Mundart-Chansons als die im Mostviertel aufgewachsene und längst in Wien heimisch gewordene Sigrid Horn. Bereits als Teenager wurde sie durch die Dialektband Wosisig auffällig, 2018 debütierte die damals 28-Jährige als Solokünstlerin voll emotionalen Intensität der nicht eben frohnaturigen Art. Neben Gefühlen in poetisch-klarer Umsetzung bleibt bei Horn auch Platz für politische Statements oder Familiengeschichten: Mit "Baun", einem Lied über bauliche Ärgernisse und mangelndes Umweltbewusstsein, hat sie 2019 den Protestsongcontest gewonnen; "Radl", ihr Lied über die rührende Liebesgeschichte ihrer Großeltern, ist zugleich die wunderbare Vertonung einer sozialdemokratischen österreichischen Aufstiegsgeschichte. Ungemein eindringlich, dabei keinen Moment effekthascherisch, gelang es Horn 2020 mit dem unmittelbar vor dem Corona-Shutdown veröffentlichten zweiten Soloalbum "I bleib do", ihr exzellentes Debüt "Sog i bin weg" noch zu übertreffen. 2021 folgte die Single "Ned echt", ein erneut eindringliches Duett mit dem Künstler Der tragische Gärtner zum Thema toxische Beziehungen; ganz aktuell ist der Song "Lazo", eine Kooperation mit dem argentinischen Frauentrio Fémina. Live hat Horn Sarah Metzler (Gesang, Harfe) und Bernhard Scheiblauer (Concertina, Ukulele, Banjolele, Gesang) an ihrer Seite; mit den beiden bildet sie übrigens auch noch eine andere Formation, das Trio SarahBernhardt.

Festival:
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Intertonale 2022