Bühne

Rose

von Martin Sherman. R: Brauer-Kvam B: Helal D: Eckert

© Josef Polleross

Foto: Josef Polleross


Rose sitzt Schiv'a. Auf einer Holzbank, in einem Kanal, wieder auf einer Holzbank. Schiv' a ist im Judentum die siebentägige Zeit der Trauer nach dem Tod eines geliebten Menschen. In Shermans Monolog ist sie Ausgangspunkt für die Erzählung über ein ganzen Leben. Auf fast leerer Bühne schlüpft Andrea Eckert in die Rolle der Jüdin Rose, die den Holocaust überlebte und nach Amerika auswanderte. Lange Blicke in die Ferne und verzweifeltes Schluchzen verdeutlichen die Tragik dieser Biografie. Etwas Reduktion im Spiel hätte dem Abend gutgetan, insgesamt aber ein berührender Lebensbericht.


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