Pop/Rock / Elektronik Empfohlen

Oehl

(A) – "Keine Blumen"-Tour

Man kann eine Platte auch mit einer Entschuldigung beginnen. „Und es tut mir leid. Es tut mir leid, dass du wegen mir geweint hast”, singt Ari Oehl zum Auftakt seines neuen Album „Keine Blumen”. Die Songs verarbeiten Todesfälle, Krankheiten und Abschiede, wollen aber nicht runterziehen, sondern Trost spenden. Die Musik mutet wie eine Umarmung in dem Moment an, in dem man sie gerade besonders nötig hat. Die Karriere von Oehl startete 2019 ebenso vielversprechend wie ungewöhnlich. Der deutsche Rapper Casper war im Internet auf das Stück „Keramik“ gestoßen und erklärte es via Social Media zu seinem Song des Jahres. Das Lied zeigte bereits alle Insignien dessen, was Oehl ausmacht: eigenwillig lyrische Texte zu sanftmütigen elektronischen Beats und eingängigen Melodien. Herbert Grönemeyer war bereits vorher hellhörig geworden und hatte den Act für sein Label Grönland Records unter Vertrag genommen. Damals war Oehl ein Duo, bestehend aus dem Ari und dem aus Island stammenden Multiinstrumentalisten Hjörtur Hjörleifsson. In den Lockdowns ließ sich der gemeinsame Kreativprozess mit seinem Kompagon kaum aufrechterhalten. Dieser arbeitet mittlerweile verstärkt fürs Theater. Die Freundschaft ist geblieben. Gut möglich, dass Hjörleifsson im Wuk mit von der Partie ist.

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