Ausstellung

Friedl Dicker-Brandeis

"Werkstätten bildender Kunst"

Die Augen sind leer, das Gesicht maskengleich. "Verhör" betitelte die Künstlerin ihre übermalte Collage von 1934, nachdem sie wegen kommunistischer Aktivitäten verhaftet worden. Die Schau speist sich aus der Angewandten-Sammlung und widmet sich vor allem Kollaborationen. Mit Franz Singer gründete sie 1923 in Berlin die "Werkstätten Bildender Kunst GmbH", die auch Bühnenbilder und Kostüme lieferten. Die Emigration in die Tschechoslowakei rettete sie nicht vor den Nazis: Dicker-Brandeis folgte ihrem Mann ins KZ Theresienstadt, wo die Künstlerin noch zwei Jahre lang Zeichenkurse für Kinder gab 1944 in Auschwitz ermordet.

Festival:
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Vienna Art Week 2022

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