Bühne

Effi Briest

von Moritz Franz Beichl frei nach dem Roman von Theodor Fontane. R: Beichl B Helal K: Galic M: Lasko D: Carove, Wachtler, MacDonald, Widauer, Lasko, Thienen

Eine freie Bearbeitung der tragischen Geschichte von dem Baron, der seiner Frau den einen kleinen harmlosen Seitensprung vor vielen Jahren nicht verzeihen konnte. In Moritz Franz Beichls Theaterversion spielen nur Männer. Angesprochen fühlen soll sich eine lange Liste an Wesen, Geschlecht egal. Doch die Handlung steckt in den Strukturen fest, die der Romanautor Fontane 1894 vorfand: Effi heiratet 17-jährig einen faden Baron, küsst einmal einen aufregenden Major und wird, als der Gatte Jahre später draufkommt, eiskalt verstoßen. Der heiter-queere Ansatz reibt sich am unflexiblen Stoff auf, macht den Abend weder richtig lustig noch ernst.


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