Lesung / Literatur Empfohlen

Robert Menasse: Die Erweiterung

(Lesung & Gespräch)

Das große EU-Erzählprojekt von Robert Menasse hat eine lange Vorlaufzeit benötigt. Ein Epochenroman, ein an Robert Musils „Mann ohne Eigenschaften“, Heimito von Doderers „Dämonen“ oder Thomas Manns „Zauberberg“ anknüpfendes Erzählunterfangen sei im Entstehen, hieß es schon vor gut zehn Jahren. Allein: So leicht schien sich der Stoff nicht handhaben zu lassen.Aus ein paar Monaten in Brüssel wurden für den Wiener Jahre mit Nebenwohnsitz dort und statt eines Romans erschien 2012 der Essay „Der Europäische Landbote“, der für ein Europa eintrat, das den Nationalstaat hinter sich lässt und sich als Europa der Regionen mit zentraler Verwaltung organisiert. 2017 erschien dann der multiperspektivische Roman „Die Hauptstadt“, für den es Beifall und Preise gab. Damit jedoch nicht genug: Menasse hat sein Erzählunterfangen als Trilogie angelegt, kürzlich ist der zweite Roman „Die Erweiterung“ erschienen. War Klaus Nüchtern vom Start noch nicht ganz überzeugt, so lobt er diesmal, dass „Menasse den EU-Roman überzeugend zwischen Geschichtsstunde und Politthriller etabliert“.


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