Pop/Rock / Elektronik Empfohlen

Zola Jesus / Anika / Dlina Volny / Apex Anima & Frznte / Discovery Zone

Nika Roza Danilova alias Zola Jesus ist keine Freundin des steten Wandels und der radikalen Neuerfindung. Mit eindringlicher, im Opernfach geschulter Stimme und theatralischer elektronischer Musik, gerne auch mal mit erhöhtem Streicheraufkommen hat sich die russischstämmige US-Songwriterin mit dem wuchtbrummigen Organ seit ihrem Auftauchen vor rund 15 Jahren schnell als coole Bonnie Tyler für moderne Schwarzkittelträger etabliert. Zeitlose Größe ist im Pop der Gegenwart ein rares Gut. Das schlicht mit ihrem Künstlernamen Anika betitelte Debüt der britisch-deutschen Musikerin Annika Henderson aus dem Jahr 2010 fällt in diese Kategorie. Die unterkühlte Stimme erinnert an Nico, die Musik - Geoff Barrow von Portishead hatte seine Finger im Spiel - schließt schweren Dub mit Postpunk kurz und deutet so ausgewähltes Liedgut zwischen Bob Dylan und Yoko Ono. Hier präsentiert sich die in Berlin lebende Künstlerin mit neuer Band. Die Songs der Band Dlina Volny aus Minsk klingen nach David-Lynch-Filmen, was u.a. daran liegt, dass Lynchs Produzent Dean Hurley sie abgemischt hat. Die Musik der isländischen Künstlerin Unnur Andrea Einarsdottir alias Apex Anima ist quirliger, elektronischer Hyperpop.

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