Bühne

Serge

nach dem Roman von Yasmina Reza. R: Sykes B: Ágh K: Miletic M: Schoewer D: Hässle, Henkel, Koch, Maertens, Maux, Schwab

© Matthias Horn

Foto: Matthias Horn


Vertheateaterung nach einem Roman von Yasmina Reza in zwei pausenlosen Stunden, die sich dennoch ziemlich lang anfühlen, weil nichts wirklich funktioniert. Serges Tochter Joséphine ist Visagistin, hat aber, wie ihr Papa anmerkt, von der "Augenbrauenakademie" auf "Judenvernichtung" umgesattelt und einen Familienausflug nach Auschwitz organisiert, der in die voraussehbare Katastrophe mündet. Es wird sehr viel telefoniert. Statt ein paar Nebenfiguren und -schauplätze zu streichen und die mit dem Tabubruch kokettierenden -aber, hey: Juden dürfen so über Juden reden! - Pointen des Romans punktgenau zu servieren, hagelt es halbgare Regieeinfälle.


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