"Kunst und Körper" von Tracey Warr

Nicole Scheyerer
FALTER 5/2006

Kunst und Körper
Tracey Warr
Phaidon - 2005
0,00

Anzeige


Nein, dieser tobende Bandagierte ist nicht Otto Mühl! Der US-Künstler Claes Oldenburg verausgabte sich schon 1960 - also einige Jahre vor den Materialschlachten des Wiener Aktionismus - bei einem Happening, das ihn in ein "menschlich-organisches Wrack" verwandeln sollte. Seinen Körper verdrecken, verletzen, bemalen, entleeren, festnageln oder sonst wie herabsetzen wurde ab 1960 in unzähligen Spielarten praktiziert. Der gelungene Band "Kunst und Körper" dokumentiert künstlerisches Grenzgängertum von der provokanten Geste bis zum existenzialistischen Selbstversuch. In einem weiten Bogen wird die Körperkunst bis zu ihren verschiedenen Quellen verfolgt: Action-Painting hatte daran ebenso Anteil wie die feministische Kunst oder die Ausdehnung des Skulpturbegriff auf die lebendige Physis.


Anzeige

Diese Rezensionen könnten Sie auch interessieren

  • Landleben

    Sex in der Kleinstadt Es lebe das Alterswerk: In seinem wunderbaren Roman "Landleben" erzählt John Updike aus dem Leben eines Kleinstadtcasanovas....
    Rezensiert von Martin Droschke in FALTER 5/2006
  • Robert Lowry Journal Nr. 5

    Drei Storys Sex in der Kleinstadt Es lebe das Alterswerk: In seinem wunderbaren Roman "Landleben" erzählt John Updike aus dem Leben eines Kleinstadtcasanovas....
    Rezensiert von Martin Droschke in FALTER 5/2006
  • Das macht dich zum Mann

    Die Mary Beth Storys Sex in der Kleinstadt Es lebe das Alterswerk: In seinem wunderbaren Roman "Landleben" erzählt John Updike aus dem Leben eines Kleinstadtcasanovas....
    Rezensiert von Martin Droschke in FALTER 5/2006
Alle Buch-Rezensionen | Alle Rezensionen aus FALTER 5/2006

Anzeige


Anzeige