"Tomaten für den Hausgarten" von Helga Buchter-Weisbrodt

Christopher Wurmdobler
FALTER 23/2006

Tomaten für den Hausgarten
Helga Buchter-Weisbrodt
S. Fischer 2006

Anzeige


Wir sagen Paradeiser

Wer jetzt noch keine Paradeiserpflanzen im Garten (oder am Balkon) hat, muss sich sputen. Tipps gibt da ein neues Gartenbuch.

Wenn man sich im Bekannten-und Freundeskreis so umhört, dann sind es gar nicht so wenige, die sich im Stadtsommer gärtnerisch betätigen. Selbst wer keinen Garten und keine riesige Dachterrasse besitzt, macht einen auf Paradeiserbauer, freut sich über den Ernteertrag und kann möglicherweise gegen Herbst keine roten Früchte mehr sehen.

Wie man im "Hausgarten" Paradeiser und anderes Gemüse anbaut und das Ganze auch noch richtig handhabt, darüber gibt entweder Google Auskunft, oder man schaut gleich in der Fachliteratur nach. Natur im Garten, eine Initiative in Niederösterreich, die sich dem naturnahen, ökologischen und giftfreien Gärtnern widmet, hat eine Reihe von interessanten Broschüren herausgebracht. "Tomaten für den Hausgarten" heißt ein Buch der deutschen (deshalb "Tomaten") Autorin Helga Buchter-Weisbrodt, in dem nicht nur sämtliche Sorten der "paradiesischen Frucht" aufgelistet werden. Kaum zu glauben, aber es gibt nicht nur die "Rispentomaten" aus dem Supermarkt, sondern mehr als tausend Sorten, gelbe und rote, birnenförmige, runde, winzig kleine und riesige.

Doch vor allem bekommen in dem Buch auch Laien erklärt, wie sie Paradeiser selbst ziehen können - von der rechtzeitigen Aussaat (okay, wer erst jetzt im Juni auf den Geschmack gekommen ist, muss sich "fertige" Pflanzen beim Gärtner besorgen) über die Pflege der Jungpflanzen (nicht zu nass machen, vor Kälte schützen, regelmäßig "ausgeizen", also Triebe abschneiden) bis zum Behandeln von Krankheiten. Wer seinen zukünftigen Salat mit Gift besprüht, ist nämlich selbst schuld, schließlich gibt es jede Menge Hausmittel gegen Krankheiten, Pilze und böse Schädlinge. Im Anhang erklärt die Autorin auch noch, was man mit Paradeisern so alles anstellen kann. Aber das weiß man eh. Denn selbst wenn man täglich fünf Kilo erntet - verschenken lassen sie sich immer.


Anzeige

Diese Rezensionen könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige