Analysen & Anleitungen

"Keine Angst vor Methusalem!" von Nicholas Strange

Sabina Auckenthaler
FALTER 40/2006

Keine Angst vor Methusalem!
Warum wir mit dem Altern unserer Bevölkerung gut leben können
Nicholas Strange
zu Klampen Verlag - zu Klampen & Johannes GbR - 2006
24,70

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Vor zwei Jahren hat uns Frank Schirrmacher mit dem "Methusalem-Komplott" ein apokalyptisches Katastrophenszenario aufgrund der zunehmenden Lebenserwartung vorausgesagt. Der Unternehmensberater und Betriebswirt Nicholas Strange schreibt gegen diese Methusalem-Hysterie an. Mit Zahlen und Statistiken zeigt er, wie groß die Arbeitskraftreserven in Wirklichkeit sind und warum die Katastrophe ausbleiben wird.Das Schweizer Generalunternehmen "Tertianum" hat sich auf "Wohnen im Alter" spezialisiert. Helmut Bachmaier, wissenschaftlicher Direktor, und Künzli, vormaliger Vorstand der Tertianum-Gruppe, legen mit diesem Buch kulturelle und ethische Grundsätze für die Altersarbeit vor. Die Ausführungen (u.a. zu Sterbeethik, Menschenwürde bei Demenz, Alterspolitik) taugen durchaus für eine breitere Diskussion, die über die Tertianum-Gruppe hinausgeht.Für die 2005 ausgestrahlte Ö1-Sendungsreihe "Lebenswege – Lebenszeiten" hat die Autorin mit Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik (u.a. mit Peter Turrini, Heinz Fischer und Johanna Rachinger) über Erfahrungen mit dem Altwerden und Altsein gesprochen. Hier gibt's die Beiträge in Buchform zum Nachlesen.Der US-amerikanische Gesundheitsguru mit dem langen weißen Bart gibt wieder Tipps, diesmal für das richtige Altern: Bewegung, Entspannung, soziale Kontakte. Wichtig: die entzündungshemmende Diät. Also nicht zu viel essen, dafür abwechslungsreich – das Übliche halt. Dazu die richtigen Nahrungsmittelergänzungen, die man gleich bei ihm erwerben kann.Die meisten Tipps des Autorenduos sind sattsam bekannt (gesund essen, sich bewegen, nicht rauchen etc.), einige sind umstritten (wie die Glyxdiät) und einige – je nach Perspektive – unfreiwillig komisch oder auch nur sprachlich ziemlich ungeschickt formuliert: "Graben Sie Ihre Jugendfreunde aus."


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