Kambodschas Stunde null

"Die Kinder der Killing Fields" von Erich Follath

Stefanie Platzgummer
FALTER 29/2009

Die Kinder der Killing Fields
Kambodschas Weg vom Terrorland zum Touristenparadies - Ein SPIEGEL-Buch
Erich Follath
DVA - 2009
20,60

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Drei, acht, 20. Diese Zahlenfolge kennt in Kambodscha jedes Kind. 1975 übernehmen die roten Khmer die Macht über das Land. In den folgenden drei Jahren, acht Monaten und zwanzig Tagen werden tausende ermordet. Auf den Killing Fields stapeln sich bis heute die Schädel der Opfer des "Steinzeitkommunismus". Mehr als 30 Jahre später werden ihre Mörder vor ein (nicht unumstrittenes) Tribunal gestellt. Der Anführer und "Bruder Nummer eins" Pol Pot ist längst tot. Vor diesem Hintergrund beschreibt Spiegel-Autor Erich Follath ein Land, das wegen der Schönheit seiner Natur und vielen kulturellen Schätzen zu einem beliebten Reiseziel für Touristen geworden ist. Er begibt sich zurück zur "Stunde null", blickt in die Zukunft Kambodschas und beendet seine Erzählung mit den Worten: "Sie hatten gedacht, jedem Menschen das Menschliche austreiben zu können. Sie irrten."


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