"Das Geld war schmutzig" von Richard Stark

Sebastian Fasthuber
FALTER 40/2009

Das Geld war schmutzig
Roman
Richard Stark
Zsolnay, Paul 2009
€ 17,40

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Vergangenen Dezember verstarb der amerikanische Autor Donald E. Westlake, der unter seinem bürgerlichen Namen sowie Pseudonymen wie Richard Stark über vier Jahrzehnte zu den Besten der Krimizunft gehörte. In seinen Parker-Romanen ist nicht etwa ein Detektiv der Held, sondern der Profiverbrecher ebenjenen Namens. Großangelegte Raubüberfälle sind seine Spezialität. Gefühlsregungen oder Moral sind kein Thema – Verbrechen ist einfach sein Job.
Bei Zsolnay erschien nun mit "Das Geld war schmutzig" der letzte von Stark zu Lebzeiten publizierte Parker-Krimi. Er bildet den Schlusspunkt einer mit "Keiner rennt für immer" begonnenen und in "Fragen Sie den Papagei" fortgesetzten Trilogie. Nachdem er mit Komplizen einen Bank­transporter überfallen hatte, aber die Beute zurücklassen musste und sich inzwischen mit dem Ausrauben einer Pferderennbahn über Wasser hielt, will Parker jetzt endlich das gebunkerte Geld des Bankcoups holen. Freilich kochen auch seine Widersacher und einstigen Partner alle ihr eigenes Süppchen. Der lakonische Stil Parkers ist einzigartig. Der Mann spricht kein Wort zu viel, denkt und handelt dafür blitzschnell. Ein kaltblütiger Profi, der sich keinen Fehler erlaubt und einem trotzdem mit jedem Buch mehr ans Herz wächst.


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