"Unsere schönste Trennung" von David Foenkinos

Veronika Seyr
FALTER 11/2010

Unsere schönste Trennung
Roman
David Foenkinos
C.H.Beck 2010
€ 18,50

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"Auf der Welt leben drei Milliarden Frauen. Ich frage mich also mit Recht: Warum gerade Alice?" Ein ganzes Leben und ein Buch braucht Fritz, ein liebenswürdiger und wortgewaltiger Versager mit Althippie-Eltern, um dieser Frage nachzusinnen. Der französische Erfolgsautor ("Das erotische Potential meiner Frau") und Filmemacher David Foenkinos führt in einer permanenten Versuchsanordnung die innere Mechanik der Liebe vor: die Verwicklungen von Verlieben und Verlassen(werden), die Obsessionen, Lügen und Geheimnisse.
Fritz und Alice, die zielstrebige und strenge Tochter aus großbürgerlichem Hause, leben zusammen, verlieren und finden sich wieder, um am Hochzeitstag durch einen Skandal getrennt zu werden; für immer, wie es scheint, bis sie einander nach zehn Jahren wieder begegnen – beide anderweitig gebunden und mit Kindern gesegnet. So weit, so banal, aber eben doch nicht, weil Foenkinos diese Liebesgeschichte federleicht, charmant und amüsant und in einer immer wieder überraschenden Sprache erzählt, wobei der lakonische Ton des Erzählers vor allem Woody Allen geschuldet sein dürfte.


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