"Was macht das Licht, wenn's dunkel ist?" von Scientific American, Olivia Mayer

Klaus Taschwer
FALTER 33/2005

Was macht das Licht, wenn's dunkel ist?
Experten beantworten weltbewegende Fragen
Scientific American, Olivia Mayer
Rowohlt - 2005
0,00

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Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum Frauen eher kalte Hände und Füße haben als Männer? Wollten Sie immer schon einmal wissen, wie ein Furz entsteht? Oder wie Sonnencremes wirklich funktionieren? Unser Leben hat eine ganze Menge rätselhafter Phänomene zu bieten, und die Wissenschaft kennt auf die meisten davon Antworten.

Dass man daraus unterhaltsamen Wissenschaftsjournalismus machen kann, kann man seit zwei Jahren bei "nano" auf 3sat sehen, wo man sich - im Gegensatz zum blöderweise ziemlich entwissenschaftlichten ORF-Fernsehen - fünf Mal pro Woche ein kluges Wissenschaftsmagazin leisten kann. Die Journalisten Martin Borré und Thomas Reintjes haben die hundert interessantesten Zuschauerfragen zusammengetragen und erklären unter anderem, "warum Frauen schneller frieren": Das liegt paradoxerweise daran, dass Frauen von Natur aus mehr Fettgewebe als Männer haben, dafür aber weniger Muskeln. Die Muskeln aber sorgen auch ganz ohne Bewegung für Wärmeproduktion.

Während sich das "nano"-Buch eher den wissenschaftlichen Erklärungen von Alltagsphänomenen widmet, geht es in "Was macht das Licht, wenn's dunkel ist?" ideal ergänzend um eher wissenschaftliche Fragen, die noch dazu samt und sonders von ausgewiesenen Experten des jeweiligen Gebiets allgemeinverständlich beantwortet werden - schließlich wird das erkenntnisreiche Büchlein auch von der angesehenen populärwissenschaftlichen Zeitschrift Scientific American herausgegeben. So erfährt man zum Beispiel, warum das Meerwasser blau ist (das rote, gelbe und orangefarbene Licht wird vom Wasser stärker absorbiert) oder ob es möglich ist, eine Zeitreise zu machen (eher nicht, aber auch nicht ganz ausgeschlossen). Doch auch das eine oder andere Alltagsrätsel wird professionell gelöst - etwa das, warum beim Müsli die Nüsse meist oben liegen (das hat mit dem Paranusseffekt zu tun bzw. der granularen Größentrennung) oder warum auch Männer Brustwarzen haben. Die paradoxe Lösung: weil Frauen sie benötigen.


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