Mönche, Monster, Mariachis

"Vamos" von Lassos Mariachis

Tiz Schaffer
FALTER 43/2006

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Vor dem Sommer gab es schon die Preview-EP zu "Jeux de Nuit" (siehe Falter 33/06), jetzt ist es ernst geworden. "Melt like Wax" nennt sich die Eingangsnummer und gibt gleichermaßen das Programm vor: Sanfter Indie-Rock verschmilzt mit Electro-Pop und wird dancefloortauglich. Aber nicht nur: Sängerin Susanna Sawoff verpasst auch verspielten, aber niemals zu opulent ausgestatteten Balladen einen bittersüßen Anstrich, während Mastermind Georg Hartwig der alten Songwriter-Schule etwas abgewinnen kann, diese aber gerne episch ausformuliert. Georg Hartwig stammt aus einer Künstlerfamilie, Bruder Gerald ist für die gelungene Cover-Art verantwortlich, das Video von shot shot shot ist überaus sehenswert. Eine Platte mit Gefühl für Feinheiten und Zwischentöne, für die Kunst des feinsinnigen Arrangements. Selten bereitet Professionalität so viel Freude.The Staggers sind da. Zum ersten Mal in voller Länge. Zum Fixgestirn ihres selbstgezimmerten Horror-Trash-Universums haben sich die stilechten Garage-Rocker schon mit gekonnten Retro-Chic-Singles und unermüdlichen Konzert-Tourneen entwickelt (siehe Falter 19/06). Auf "Teenage Trash Insanity" führen sie mit dem definitiven Verzicht auf zeitgenössischen Anstrich vor, wie durchgeschüttelter Sixties-Beat-Pop mit Punk-Attitüde, surfinspirierten Gitarreros und Farfisa-Orgel-Grundierung damals wohl geklungen hätte. Sänger und menschgewordene Exaltation Wild Evel kreischt und brüllt sich durch Titel wie "I am the Wolfman", "Wild Teens" oder "Do the Ripper", die genauso klingen wie sie heißen. Sex, Drugs and Rock`nŽRoll für das neue Jahrtausend.Den gebürtigen Leobner und Wahlwiener Jürgen Plank kennt man vom Ersten Wiener Heimorgelorchester, The Wichita Linemen und als Betreiber des Labels lindo. Und wenn Plank als Jorge Blanco auf einem Esel mit Kaktussattel den Arsch zusammenkneift und bei tief stehender Sonne in Richtung Tex-Mex-Paradies für intellektuelle Querdenker reitet, dann ist das ungefähr genauso authentisch wie die deutsch gesungenen Texte. Bei der gebotenen ironischen Distanz spielt das allerdings keine Rolle. Die mit zwei akustischen Gitarren, ein wenig Rhythmusbox und Melodica vorgetragenen Geschichten über heroisches Scheitern leben von ihrer kauzigen Nachstellung von hispanischem Herzschmerz, allerdings fällt der Desperado-Schlager bei zunehmender Abspieldauer leider einer leichten Monotonie anheim. Zu genießen in homöopathischen Dosen


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