"Sylt" von Kettcar

Sebastian Fasthuber
FALTER 18/2008

Sylt
Kettcar
Grand Hotel van Cleef/Indigo - 2011
10,90

Anzeige


"Sylt"? Klingt irgendwie nach Wohlstand und Rückzug. Die Hamburger Band hat sich nach dem erfolgreichen Album "Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen" (2004) wohl zurückgezogen, aber nicht auf Sylt. Sänger Marcus Wiebusch ist in sich gegangen und hat ergründet, was er mit seiner Musik will. Das Resultat: Die neuen Songs bewegen sich weg vom Befindlichkeitsschlager und lassen Ecken und Kanten hören. Vor allem textlich ist "Sylt" trotz einiger holpriger Verse nicht übel geworden. Prekariatsstudien wie "Kein außen mehr" oder "Geringfügig, befristet, raus" beweisen Realitätssinn.


Anzeige

Diese Rezensionen könnten Sie auch interessieren

  • Live At The Jazz Standard

    Das Quintet des US-amerikanischen Trompeters gab vergangene Woche ein sehr lässiges Wien-Konzert, und die erste der beiden Doppel-Live-CDs auf...
    Rezensiert von Klaus Nüchtern in FALTER 18/2008
  • Jim

    Jamie Lidell reißt gleich in den ersten Sekunden seines dritten Albums das Fenster auf. Vogelgezwitscher, mitreißende Handclaps und ein wenig...
    Rezensiert von Gerhard Stöger in FALTER 18/2008
  • Twenty One

    Seit der Eurostar, der den kostbaren Kies vom Kontinent per Schiene ins Land der mageren Pfunde frachtet, seine Endstation nicht mehr in Waterloo,...
    Rezensiert von Robert Rotifer in FALTER 18/2008
Alle CD-Rezensionen | Alle Rezensionen aus FALTER 18/2008

Anzeige

Anzeige