"Evergreen" von Aki Takase, Rudi Mahall

Klaus Nüchtern
FALTER 8/2009

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Nicht Standards, sondern dezidiert "Evergreen(s)", was dann auch den Schlager ("Bel Ami") zulässt und den Fokus von der Kanonpflege aufs Pfeif- und Tanzbare verschiebt, nichtsdestotrotz aber von uneitlem Jazzindividualismus durchdrungen bleibt. Der deutsche Bassklarinettist und die in Berlin lebende Pianistin geben sich ein höchst animiertes Stelldichein, das sich ein Quantum Nostalgie (etwa in Richtung Stride Piano), Anarchie und Allotria (die wunderbar spacige Pianobegleitung auf "It's Only a Papermoon") leistet, ohne in augenzwinkernde Retroseligkeit oder schieren Dekonstruktivismus zu versinken. Très super!


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