Neue, seltsame Steiermark: Oper Noir und Volksmusik à la Discothèque

"New Weird Austria" von Binder und Krieglstein

Tiz Schaffer
FALTER 8/2010

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Der Titel des neuen Albums von Binder und Krieglstein "New Weird Austria" ist eine Anspielung auf "New Weird America". Und weil wir Österreicher traditionsmäßig eben nicht auf Folk, sondern nur auf Volksmusik zurückgreifen können, hat Mastermind Rainer Binder-Krieglstein (siehe Porträt S. 30) genau das getan. Das ist zwar nicht ganz neu, man denke an Attwenger oder die Neue Volksmusik. Was allerdings die stilistische Umsetzung betrifft, da steht er hierzulande wohl recht alleine da. Binder-Krieglstein arbeitet mit Volksmusik-Samples, hat Musiker an Geige, Posaune und Klarinette angeheuert und die alte Tante Volksmusik auf eine sich flott drehende Discokugel draufgebunden. Das ist in der Tat ziemlich seltsam, auch originär und funktioniert ohne Augenzwinkern. Auf der Gästeliste stehen etwa Mieze Medusa, Didi Bruck­mayr oder Molto Mosso. Es wird nicht nur steirisch g'spielt, sondern auch g'sungen. Mutig, aber toll!

Live am 5.3. um 20.00 im Tanzstadl, Graz


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