"Real Gone" von Tom Waits


FALTER 41/2004

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2004 wächst sich zum Popjahr der alten Säcke aus. Nach dem fulminanten Comeback von Morrissey und der ersten wirklich überzeugenden Nick-Cave-Platte seit langem meldet sich jetzt auch noch Tom Waits mit einem Monster von Album zu Wort. War diese Fleisch gewordene Kunstfigur in den letzten Jahren nicht immer davor gefeit, zu einem lediglich auf die Reproduktion ihrer selbst angelegten Klischee zu verkommen, schöpft "Real Gone" wieder aus dem Vollen. Liebevoll zu einem hingerotzten Brocken stilisiert, ist diese rastlos und störrisch sich windende, stampfende und rumpelnde siebzigminütige Tour de Force zunächst nur schwer fassbar, offenbart bei genauerem Hinhören aber eine düstere Schönheit von großer Strahlkraft.


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