"Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" von Helmut Lachenmann


FALTER 52/2004

Anzeige


Bei seiner Uraufführung 1997 galt Helmut Lachenmanns "Mädchen mit den Schwefelhölzern" noch als uneinspielbar. Zwei Jahre nachdem die Staatsoper Stuttgart und Lothar Zagrosek mit ihrer fantastischen Aufnahme (Kairos) das Gegenteil bewiesen haben, lassen das SWR Sinfonieorchester und Sylvain Cambreling sogar eine zweite folgen, die der bisherigen Referenz um nichts nachsteht. Grundlage ist eine 2000 für Tokio erstellte konzertante Version dieser "Musik mit Bildern", deren wesentlicher Unterschied in einer noch weiter gehenden klanglichen Reduktion - und damit Betonung - der inhaltlich zentralen "... zwei Gefühle ... Musik mit Leonardo" besteht. Diesen Da-Vinci-Text spricht der Komponist auch hier selbst. Dank dieser präzisen und feinfühligen Aufnahme bekommt das "Mädchen" nun, was es als das faszinierendste Musiktheater der letzten Jahrzehnte verdient hat: die Möglichkeit zum Interpretationsvergleich auf höchstem Niveau.


Anzeige

Diese Rezensionen könnten Sie auch interessieren

  • The Bridal Suite

    Wenn Easy-Listening-Gott Burt Bacharach seine eigenen Welthits einspielt, dann selten ohne üppige Arrangements mit Riesenorchester. Es geht aber...
    Rezensiert von in FALTER 52/2004
  • Songbook. Vol. 1

    Die Super Furry Animals fristen außerhalb ihrer Heimat, wo sie allein aufgrund eines Albums in walisischer Sprache ("Mwng") auf ewig Heldenstatus...
    Rezensiert von in FALTER 52/2004
  • Romances

    "Romances" ist die erste gemeinsame Platte des rastlosen Kollaborateurs Mike "Gurgel" Patton mit dem norwegischen Elektroniker/Orgler John Erik...
    Rezensiert von in FALTER 52/2004
  • Map Theory

    Doppelbesetzungen haben im Jazz eine gewisse Tradition: Kent Vandermark setzt sein zwölfköpfiges, mit zwei Schlagzeugen, Bass und Cello, Klavier,...
    Rezensiert von in FALTER 52/2004
Alle CD-Rezensionen | Alle Rezensionen aus FALTER 52/2004

Anzeige

Anzeige