"Devils & Dust" von Bruce Springsteen


FALTER 18/2005

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Beim Titelsong hat sich's Bruce Springsteen leicht gemacht. Die Melodie klaute er mehr oder weniger von seinem eigenen Lied "Blood Brother". Damit ist über das neue Album des Songwriters aus New Jersey aber auch schon alles Kritische gesagt. Musikalisch hängt "Devils & Dust" sein Vorgängerwerk "The Rising" weit ab. Nach der kollektiven Katastrophe von 9/11 erzählt der 55-Jährige nun wieder von den einzelnen Gestrandeten und gleitet dabei, selbst wenn es um den Krieg geht, nie ins Peinliche ab. Statt auf den bombastischen Sound der E-Street-Band setzt er auf düstere Klangteppiche aus Keyboards, Streichern und Pedal-Steel-Gitarren. Nicht dass Springsteen mit seiner rumpelnden, alten Truppe keine großartigen Platten gemacht hätte. Vermutlich ist er aber aus dem Alter für euphorische Aufbruchslieder raus.


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