"Secret" von Anna Maria Jopek


FALTER 29/2005

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Noch bevor der rezente Schöne-Frauen-singen-sanften-Jazz-Boom mit Norah Jones so richtig losging, hatte Polen mit Anna Maria Jopek eine attraktive Exponentin des Genres. Ihre internationalen Marktchancen indes waren durch beharrliche Verwendung der Landessprache lange Jahre eher beschränkt. Neuerdings erklingt ihr sehr hauchiges Timbre durchgehend auf Englisch - mit Liedern, die sie entweder von Sting und Van Morrison ausborgte oder selbst mitkomponierte. Mitunter geht es unter der Klangregie von Ross und Jamie Cullum in Richtung Bossa, ansonsten dominiert der melancholische Mainstream-Avantpop. Entsprechend klingt auch ihre polnische Band allzu oft so wie die von Peter Gabriel und das Saxofon so wie jenes von Kenny G. Wenn sich Jopek aber ohne die mitunter sehr nervige Begleitung (der Chor!) aufs Wesentliche konzentriert - wie in ihrer Version von "Moondance" -, dann hat auch "Secret" seine Momente.


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