"Beethoven Sonaten op. 31" von Paul Lewis

Carsten Fastner
FALTER 36/2005

Beethoven Sonaten op. 31
Paul Lewis
Harmonia Mundi/Helikon 2005

Anzeige


Manchmal bekommt man beinahe Angst, Paul Lewis könnte sich mit seiner rhythmischen Großzügigkeit selber ausbremsen, aber natürlich geht dann doch immer alles gut aus, wird verständlich, was zunächst eher eigenwillig wirken mochte. Der Meisterschüler von Alfred Brendel zeigt sich mit den drei Sonaten aus Beethovens op. 31 nicht nur in agogischer Hinsicht als reflektierter Freigeist, der sich gerne und viel Zeit lässt. Und er zeigt Beethoven nicht als grimmigen Titanen, sondern als lockeren und gelösten, beinahe verspielten Komponisten mit Sinn fürs extravagante Detail. In den kommenden zwei Jahren will Lewis seinen Beethoven-Zyklus fertig stellen. Man kann sich darauf freuen.


Anzeige

Diese Rezensionen könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige