Empfohlen Filmkritik

Furusato - Wunde Heimat

Foto: imFilm


Furusato steht im Japanischen für "zu Hause". In der Sperrzone Fukushimas probt eine Kleinstadt die Rückkehr zur Normalität. Ein junger Rock-Fan, ein medienerfahrener Aktivist, ein Ingenieur der Tokyo Electric Power Company und eine Pferdezüchterin versuchen, mit dem Verlust ihrer Wohnhäuser und der unsichtbaren Gefahr der Strahlung umzugehen.

Regie:
Regie:
Thorsten Trimpop
Land/Jahr:
Land/Jahr:
D/USA/J 2016
Dauer:
Dauer:
94 min
Kinostart:
Kinostart:
9. März 2018

Heimat, strahlende Heimat: "Furusato"

Martin Nguyen | 07.03.2018

Wie lebt man mit einer Gefahr, die unsichtbar ist? Nach dem Unglück im AKW Fukushima 2011 legte sich auch über die Stadt Minamisoma eine strahlende Staubwolke. "Furusato -Wunde Heimat" von Thorsten Trimpop folgt Menschen, die ihr versehrtes Land nicht zurücklassen konnten. Normalität heißt hier etwa für eine Pferdezüchterin, ihre zu lahmen beginnenden Tiere zu versorgen, während Männer in weißen Schutzanzügen die Straßen mit Miniaturbesen vom radioaktiven Staub befreien. Eine brüchige Normalität, die getragen von demütiger Hilflosigkeit die Gefahr verdrängt, früher oder später von den Folgen der Strahlung eingeholt zu werden. Gespenstisch, beunruhigend muten die Eindrücke an und formen doch ein berührendes Gesamtbild einer widerständigen Einwohnerschaft, die noch nicht bereit ist, ihre Heimat aufzugeben.

Ab Fr in den Kinos

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