Empfohlen Filmkritik

Hell or High Water

© Park Circus


Neo-Western um Tanner und Toby Howard, zwei ungleiche Brüder, die nach dem Tod ihrer Mutter alles versuchen, die mit Schulden belastete Familienfarm im Westen von Texas zu retten und dabei auch mit dem Gesetz (Jeff Bridges als verwitterter Texas Ranger!) in Konflikt kommen.

Regie:
Regie:
David Mackenzie
Darsteller:
Darsteller:
Jeff Bridges, Chris Pine, Ben Foster, Gil Birmingham, Katy Mixon, Kevin Rankin
Land:
Land:
USA
Jahr:
Jahr:
2016
Dauer:
Dauer:
102 min
Kinostart:
Kinostart:
19. Mai 2017
Sonstiges:
Sonstiges:
Von der FALTER-Kinoredaktion empfohlen

Früchte des Zorns: "Hell or High Water"

MO | 17.05.2017

Texas, wo es am trostlosesten ist. Wo die Kleinstädte am Aussterben sind, die Farmer ihr Land verlieren und mittlerweile sogar die Banken zusperren. Tanner und Toby, zwei Brüder, kämpfen um das Erbe ihrer Familie, eine Ranch mit Schulden bis unters Dach. Kredite werden fällig. Da bleibt als einziger Ausweg, sich das Geld von der Bank zurückzuholen.

"Hell or High Water" beginnt mit einer Reihe zügig choreografierter Überfälle auf die Texas Midlands Bank, deren Filialen zumeist noch ohne Überwachungskameras oder ähnlichen Firlefanz auskommen. Das FBI fühlt sich für solche Bagatellen nicht zuständig, also müssen die Texas Rangers ran: Marcus steht drei Wochen vor seiner Pensionierung, sein Partner Alberto, ein Nachfahre der Comanche, soll dann seinen Job übernehmen.

Geschichte wiederholt sich. Zuerst haben Konzerne wie die Eisenbahngesellschaften das Land von den amerikanischen Ureinwohnern gestohlen, nun stehlen Banken und Großkonzerne es von den Cowboys und anderen weißen Modernisierungsverlierern. Es geht, wie schon der Titel bedeutet, auf Biegen und Brechen. Und das umso mehr, als bei all dem Gerechtigkeit und Gesetz ja keineswegs immer auf ein und derselben Seite stehen.

Das Kunststück, das dem Schotten David Mackenzie (Regie) und dem Texaner Taylor Sheridan (Drehbuch) mit ihrem Neo-Western gelingt, ist, das Genre in die Gegenwart zu holen. So schwelgerisch die Bilder sind, die drückende Wirtschaftskrise bleibt stets deutlich spürbar. Die simplen Oppositionen, mit denen der Plot arbeitet, zeigen nicht selten komische Wirkung: So etwa wenn die Brüder die Nacht in der Luxussuite eines Casinos verbringen, ihre Verfolger sich ein schäbiges Motelzimmer teilen müssen. Großartig die Darsteller, allen voran Jeff Bridges als alter Texas Ranger, der auch beim Sprechen die Pappen nicht aufbringt.

Ab Fr in den Kinos (OmU im Filmcasino)

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