Empfohlen Filmkritik

Tiere und andere Menschen

© La Banda Film


Zu Besuch im Wiener Tierschutzhaus, das tausend tierische Schützlinge beherbergt: von ausgesetzten Haustieren über konfiszierten Exoten bis zu aus ihrer natürlichen Umgebung verdrängten Wildtieren. Ein zärtlicher Blick auf die Beziehung zwischen Mensch und Tier.

Regie:
Regie:
Flavio Marchetti
Land:
Land:
Ö
Jahr:
Jahr:
2017
Dauer:
Dauer:
91 min
Kinostart:
Kinostart:
13. Oktober 2017
Sonstiges:
Sonstiges:
Von der FALTER-Kinoredaktion empfohlen

Bewegende Doku: "Tiere und andere Menschen"

MO | 11.10.2017

Um es gleich vorwegzunehmen: Man lernt viel aus diesem Film, der sein ernstes Thema mitunter ausgesprochen witzig verhandelt. Beispielsweise dass sich eine Schlange einen Bruch zuziehen kann und also geröntgt werden muss. Oder dass Schimpansen auch mit Strohhalm trinken. Oder dass es mindestens drei Leute braucht, um einen strampelnden Reiher nach Verletzungen abzusuchen.

"Tiere und andere Menschen" heißt der Dokumentarfilm, den Flavio Marchetti -ein gebürtiger Römer, der an der Filmakademie Wien studiert hat und seither im Bereich Produktion tätig ist -im Wiener Tierschutzhaus gedreht hat. Diese vor 170 Jahren gegründete Einrichtung beherbergt 1000 Schützlinge, von ausgesetzten Haustieren über konfiszierte Exoten bis zu Wildtieren, die aus ihrer natürlichen Umgebung vertrieben wurden.

Immer wieder spielen die Dramen draußen in die Welt des Tierschutzhauses herein. Etwa wenn sich zwei Pflegerinnen einer Katze annehmen, die Opfer eines Brandes wurde, diesen im Gegensatz zu ihrer Besitzerin aber immerhin überlebt hat. Oder wenn eine Hundetrainerin vor - überwiegend weiblichem -Publikum einen Vortrag zum besseren Verständnis eines Haustieres hält. Oder wenn schließlich eine verhuschte kleine Dame, die aussieht, als käme sie aus einem Ulrich-Seidl-Film, käppelnd ihr renitentes Schoßhündchen abgibt, was die Frau am Empfang mit der lakonischen Bemerkung "An und für sich ist der Hund nie schuld" quittiert.

Ebenso behutsam wie die Bewohner wird auch das Personal des Tierschutzhauses in Szene gesetzt. Rührend mitanzusehen, wie eine junge Pflegerin einem Kakadu aus einem Buch vorliest. Und wenn Schimpansin Rosi die Hand durchs Gitter nach einem Keks streckt, die Karotte aber Karotte sein lässt, dann ist diese Szene bewegend und komisch zugleich.

Ab Fr in den Kinos

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