Filmkritik

Death Wish

Dr. Kersey erlebt die Folgen der Gewalt auf den Straßen Chicagos jeden Tag in der Notaufnahme – bis seine Frau und seine Tochter in den eigenen vier Wänden brutal attackiert werden und der gute Doc rot sieht wie weiland Charles Bronson.

Regie:
Regie:
Eli Roth
Darsteller:
Darsteller:
Bruce Willis, Vincent D'Onofrio, Dean Norris, Elisabeth Shue, Camila Morrone
Land/Jahr:
Land/Jahr:
USA 2017
Dauer:
Dauer:
108 min
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
ab 16
Kinostart:
Kinostart:
8. März 2018

Eli Roth sieht rot: "Death Wish" mit Bruce Willis

David Auer | 14.03.2018

Wo Gewalt herrscht, hilft nur Gewalt; zumindest laut Charles Bronson 1974 wie auch Bruce Willis im Remake von "Death Wish". Beide sind jeweils am Ende aber eines bestimmt nicht, nämlich versöhnt. Daran ändert auch wenig, dass Paul Kersey, diesmal ohne Pencil-Rotzbremse und Seventies-Matte, die Peiniger seiner Frau und Tochter sowie alle, die sich ihm in seinem Rachefeldzug in den Weg stellen, abmurkst. Als Ein-Mann-Bürgermiliz "räumt" er dazu im von Crime durchtränkten Chicago "auf" und genießt den Medienrummel rund um seinen Vigilantismus.

So wenig wie das Original feiert auch Regisseur Eli Roths Hochglanzversion das Selbstjustizmassaker bloß ab, bzw. nur auf den ersten Blick. Auf den zweiten entblößt er das Elend, aus dem die rezente Racheporno-Renaissance entspringt, nämlich als Symptom der Tauschtotalität. In der ist die Eruption ultrabrutaler Gewalt Ausdruck absoluter Ohnmacht und dabei falsche, aber adäquate Reaktion auf die nackte Gewalt der herrschenden Verhältnisse, die die Subjekthülsen zur Ohnmacht verdammen -und dabei enthemmen. Und das überall, sei es Chicago oder Wien: Alles hin, hin, hin. Außer "Death Wish", der macht Sinn.

Bereits im Kino (OF im Artis)

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