Filmkritik

Nicht von schlechten Eltern

© Filmladen


"Jedes Baby nimmt aktiv an der Geburt teil", erklärt der Therapeut. "Es gestaltet sozusagen mit der Mutter zusammen den Geburtsprozess." Doch was ist, wenn es dabei zu Komplikationen kommt? "Wenn dann ein Eingriff erfolgt oder eine Narkose gesetzt wird, dann wird diese Bewegung unterbrochen." Für "Nicht von schlechten Eltern" hat Antonin Svoboda über ein Jahr lang Familien, die einer solchen belastenden Erfahrung ausgesetzt waren, begleitet.

Regie:
Regie:
Antonin Svoboda
Land:
Land:
Ö
Jahr:
Jahr:
2017
Dauer:
Dauer:
86 min

Wenn der Anfang schwierig ist

Sabina Zeithammer | 21.03.2018

Hat ein Baby im Mutterleib oder bei der Geburt eine traumatische Erfahrung gemacht, möchte es diese mitteilen und überwinden. Bereits diese Erkenntnis, auf der die Doku "Nicht von schlechten Eltern" basiert, mag vielen neu sein. Wie eine solche therapeutische Bearbeitung funktioniert, zeigt Antonin Svoboda anhand dreier Familien sowie der Arbeit mehrerer Therapeuten und einer Soziologin. So manches Element des Films bleibt einem zu theoretischen oder individuellen Kontext verhaftet, um nachvollziehbar zu sein; die Beziehungskrise des Paares Imke und Klaus etwa hat den Charakter von Füllmaterial, das in seiner Privatheit wenig zum Thema beiträgt. Doch mit welch erstaunlichen Ergebnissen der Therapeut Thomas Harms die Körpersprache der Babys zu lesen und mit ihnen in Dialog zu treten vermag, lohnt allein schon den Kinobesuch.

Ab Fr in den Kinos

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