Filmkritik

Voll verschleiert

Cherchez la femme

© Filmladen


In ihrem Spielfilmdebüt nimmt sich die aus Iran gebürtige Sou Abadi auf brachialkomische Weise des ernsten Themas Islamismus an. Student Armand zieht einen Tschador und gibt sich als Scheherazade aus, um Leila, seine Liebste, weiterhin treffen zu können, nachdem diese von ihrem aus dem Jemen heimgekehrten Bruder Mahmoud unter Hausarrest gestellt wurde. Treudoof wie Dschihadisten nun mal sind, verliebt der Bruder sich prompt in die Unbekannte mit den schönen Kajal-Augen. Hat seine Momente, aber da wär mehr als Klamauk drin gewesen. (Michael Omasta)

Regie:
Regie:
Sou Abadi
Darsteller:
Darsteller:
Félix Moati, William Lebghil, Camélia Jordana, Anne Alvaro, Predrag Manojlovic
Land:
Land:
F
Jahr:
Jahr:
2017
Dauer:
Dauer:
87 min
Kinostart:
Kinostart:
28. Dezember 2017

Ein Tschador für die Liebe: "Voll verschleiert"

MO | 20.12.2017

Vielleicht würde einem das Lachen über diese französische Komödie leichter fallen, gäbe es schon ein paar Dutzend ernsthafter Dramen und brillanter Dokumentarfilme, die von den fanatischen Verirrungen jugendlicher Muslime in westlichen Großstädten erzählen. Die aus dem Iran gebürtige Cutterin Sou Abadi nimmt sich des Themas in ihrem Spielfilmdebüt "Voll verschleiert" auf brachialkomische Weise an, indem sie den Studenten Armand sich einen Tschador überziehen lässt: Als Scheherazade kann er Leila, seine Liebste, weiter treffen, wiewohl diese von ihrem aus dem Jemen heimgekehrten Bruder Mahmoud unter Hausarrest gestellt wird. Und treudoof, wie Dschihadisten nun mal sind, verliebt der Bruder sich auch noch in die Unbekannte mit den schönen Kajal-Augen. Hat seine Momente, aber da wäre mehr als wohlfeiles Tohuwabohu drin gewesen.

Ab Do in den Kinos (OmU im Votiv)

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