Empfohlen Filmkritik

The Disaster Artist

© Warner Bros


Die "wahre Geschichte" von Tommy Wiseau, eines ambitionierten Filmemachers und ewigen Hollywood-Außenseiters, dessen Independent-Drama "The Room" (2003) unter den schlechtesten Filmen aller Zeiten rangiert, in seinem Heimatland aber dank Spätvorstellungen mittlerweile Kultstatus genießt. Skurril.

Regie:
Regie:
James Franco
Darsteller:
Darsteller:
James Franco, Dave Franco, Seht Rogen, Alison Brie, Ari Graynor, Jacki Weaver, Sharon Stone, Zac Efron
Land:
Land:
USA
Jahr:
Jahr:
2017
Dauer:
Dauer:
104 min
Kinostart:
Kinostart:
19. Januar 2018
Sonstiges:
Sonstiges:
Von der FALTER-Kinoredaktion empfohlen

Der Schönling &das Beast: "The Disaster Artist"

David Auer | 24.01.2018

Seit seiner Premiere 2003 hat der unfreiwillig komische "The Room" den Trashfilm-Olymp erklommen und teilt sich dort mittlerweile mit u.a. dem grottigen "Troll 2" sowie der gründlich misslungenen "The Birds"-Hommage "Birdemic" ein Plätzchen auf dem Thron der sogenannten schlechtesten Filme aller Zeiten. Im Gegensatz zu beiden Letzteren ist er jedoch aus dem Morast der Fan-Obskurität emporgekrochen und genießt die - nicht allein? - ironische Anerkennung Hollywood'scher Größen. Ein paar davon lobhudeln am Anfang von "The Disaster Artist" als Talking Heads angestrengt witzig dem Machwerk des geheimnisumwobenen Regisseurs Tommy Wiseau.

Dessen Freund, Schönling und "The Room"-Co-Star Greg Sestero, hat mit dem gleichnamigen Buch nicht nur die chaotische Entstehungsgeschichte des Films nachgezeichnet; hier recht flott und wohlwollend vom notorisch produktiven James Franco inszeniert. Neben allerlei bekannten Gesichtern - angefangen bei üblichen Verdächtigen wie Seth Rogen bis hin zu Cameos von Sharon Stone und Melanie Griffiths - und Bruder Dave als Sestero übernimmt der auch gleich die Hauptrolle mitsamt Kinnprothese, Schmierlanghaarperücke, schwer zuordenbarem Akzent sowie größenwahnsinnigen Ambitionen. Wiseau, aufgrund seiner grotesken Erscheinung und Talentfreiheit in Hollywood lange Zeit erfolglos, hat nämlich beabsichtigt, mit einem Meisterwerk zu reüssieren. Da er weder schreiben, spielen noch inszenieren kann, entstand dabei allerdings besagtes kurioses Fremdschämwerk.

"The Disaster Artist" ist nun weder das eine noch das andere, dank ihrer Gefälligkeit wird Francos Fortführung der Quatsch-Verkultung dennoch auf fruchtbaren Boden auch außerhalb von Meme-Milieus fallen - dafür aber im Gegensatz zu "The Room" nicht lange im Gedächtnis bleiben.

Bereits in den Kinos (OmU im Gartenbau)

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