Empfohlen Filmkritik

Die Grundschullehrerin

Primaire

© Filmladen / JEAN-CLAUDE LOTHER


Regisseurin und Drehbuchautorin Hélène Angel hat zwei Jahre lang in Volksschulklassen recherchiert. Ihr komödiantisch und romantisch unterfüttertes Drama "Die Grundschullehrerin" erzählt denn auch nicht ausschließlich vom Leben ihrer Hauptfigur, der Junglehrerin Florence (Sara Forestier), sondern nimmt den gesamten Mikrokosmos Schule in den Blick. Diskussionen im Lehrpersonal wechseln sich mit quasi dokumentarischen Aufnahmen vom Schulhof ab, die Zweifel einer Lehramtsstudentin werden ebenso thematisiert wie die Gefühle der Buben Denis und Sacha. (Sabina Zeithammer)

Regie:
Regie:
Hélène Angel
Darsteller:
Darsteller:
Sara Forestier, Vincent Elbaz, Albert Cousi, Ghillas Bendjoudi, Guilaine Londez
Land:
Land:
F
Jahr:
Jahr:
2016
Dauer:
Dauer:
105 min
Kinostart:
Kinostart:
23. Februar 2018
Sonstiges:
Sonstiges:
Von der FALTER-Kinoredaktion empfohlen

Lehren und lernen: "Die Grundschullehrerin"

SABINA ZEITHAMMER | 21.02.2018

Sie wuseln und lärmen, kippeln und plaudern, streiten und lachen. Florences Volksschulklasse ist eine Herausforderung, aber die 32-jährige Lehrerin brennt für ihren Beruf. Mit unbeugsamem Eifer gibt sie zusätzlichen Förderunterricht, probt ein Theaterstück ein und hat ein Auge auf ihre autistische Schülerin Charlie. Doch die Alleinerzieherin, deren zehnjähriger Sohn Denis in ihre Klasse geht, haushaltet schlecht mit ihrer Energie und hat kaum Privatleben. Als sie sich auch noch des vernachlässigten Buben Sacha annimmt, droht sie an ihrem Idealismus zu zerbrechen.

Die Regisseurin und Drehbuchautorin Hélène Angel hat zwei Jahre lang in Volksschulklassen recherchiert. Ihr komödiantisch und romantisch unterfüttertes Drama "Die Grundschullehrerin" erzählt denn auch nicht ausschließlich vom Leben ihrer Hauptfigur (Sara Forestier), sondern nimmt den gesamten Mikrokosmos Schule in den Blick. Diskussionen im Lehrpersonal wechseln sich mit fast dokumentarischen Aufnahmen vom Schulhof ab, die Zweifel einer Lehramtsstudentin werden ebenso thematisiert wie die Gefühle der Buben Denis und Sacha.

Nach der aufgedrehten ersten Filmhälfte, in der alle Konflikte hochkochen, ordnen sich die Dinge neu: Die Lehrende Florence muss lernen, dass Loslassen manchmal notwendig ist und sie auf die Gemeinschaft vertrauen muss, um in ihrem wichtigen und fordernden Beruf bestehen zu können. Von der Aura eines Feel-good-Movies hält Angel ihr Werk dabei fern, behält ein entscheidender Handlungsstrang doch einen deutlich melancholischen Tonfall. Nur auf so manche rührselige Szene hätte die Regisseurin verzichten können: Es ist schon berührend genug, wie die wuselige Schulklasse sich, wenn es notwendig ist, für ihre Lehrerin von ihrer besten Seite zeigt.

Ab Fr in den Kinos (OmU im Votiv)

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