Empfohlen Filmkritik

Call Me By Your Name

© Sony


Italien im Sommer 1983: Der 17-jährige Elio Perlman verbringt die Ferien auf dem Landsitz seiner Eltern. Die intellektuelle Familie empfängt den neuen Forschungsassistenten, der Elios Vater, einem US-amerikanischen Archäologieprofessor, für sechs Wochen zur Hand gehen wird. Oliver erscheint Elio zuerst arrogant und unsympathisch, doch langsam erblüht eine zarte Liebe zwischen den beiden. Stimmige, vielfach ausgezeichnete Verfilmung des Romans von André ­Aciman, fürs Kino adaptiert von der britischen Regielegende James Ivory.

Regie:
Regie:
Luca Guadagnino
Darsteller:
Darsteller:
Armie Hammer, Timothée Chalamet, Michael Stuhlbarg, Esther Garrel, Amira Casar
Land:
Land:
I/F/BRA/USA
Jahr:
Jahr:
2017
Dauer:
Dauer:
131 min
Kinostart:
Kinostart:
2. März 2018
Sonstiges:
Sonstiges:
Von der FALTER-Kinoredaktion empfohlen

Der große Sommer der ersten Liebe

Sabina Zeithammer | 28.02.2018

Italien im Sommer 1983: Der 17-jährige Elio Perlman verbringt die Ferien auf dem Landsitz seiner Eltern. Die intellektuelle Familie empfängt den neuen Forschungsassistenten, der Elios Vater, einem US-amerikanischen Archäologieprofessor, für sechs Wochen zur Hand gehen wird. Oliver erscheint Elio zunächst arrogant und unsympathisch. Doch langsam erblüht eine zarte Liebe zwischen den beiden.

Luca Guadagnino nimmt sich in "Call Me By Your Name", einer Adaption des gleichnamigen Romans von André Aciman (2007), viel Zeit. Protagonist der ersten Filmhälfte ist ein großer, duftender Sommer: Elio und Oliver, die Eltern sowie Marzia, die sich in Elio verliebt, schwimmen, essen, radeln, tanzen und sonnen sich stets begleitet von der Lust an der Schönheit antiker Statuen, Musik und Literatur. Dazwischen flicht Guadagnino die Annäherung zwischen Elio (Timothée Chalamet) und Oliver (Armie Hammer) ein, die von Unsicherheit, Zweifeln und wachsender Leidenschaft geprägt ist -zunächst fast ausschließlich in Blicken und Gesten, später in mühsam errungenen Worten.

So sinnlich und sensibel der vierfach Oscar-nominierte, melancholische Coming-of-Age-und Liebesfilm von einer besonderen Beziehung erzählt, so sehr liegt seine Kraft auch darin, über die Emotionen und Entscheidungen der Hauptfiguren hinauszugehen. Als Schlüsselszene fungiert hier ein Vater-Sohn-Gespräch, das nicht nur eine einfühlsame Erziehung preist und sich gegen das Bild des hartschaligen, seine Gefühle verleugnenden Mannes richtet, sondern ein universelles Loblied der Liebe singt: welches Glück und welche Bereicherung, sie zu erleben, ob sie von Dauer ist oder nicht! Ein Glück auch die Besetzung, die erneut zusammenfinden könnte - Guadagnino denkt an eine Fortsetzung.

Ab Fr im Kino (OmU im Votiv und Filmcasino)

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