Empfohlen Filmkritik

Ready Player One

© Warner Bros. / Jaap Buttendijk


Anno 2045. Die Welt steht am Rande des Zusammenbruchs, aber die Menschen finden Erlösung in dem virtuellen Universum OASIS, das ein genialer Exzentriker entwickelt hat. Als dieser stirbt, hinterlässt er sein sagenhaftes Vermögen der ersten Person, die das Easter Egg findet, das er irgendwo in der OASIS versteckt hat. Es beginnt ein Wettstreit, der die gesamte Welt in Atem hält.

Regie:
Regie:
Steven Spielberg
Darsteller:
Darsteller:
Tye Sheridan, Olivia Cooke, Ben Mendelsohn, Lena Waithe, Simon Pegg, Mark Rylance
Land:
Land:
USA
Jahr:
Jahr:
2018
Dauer:
Dauer:
140 min
Kinostart:
Kinostart:
6. April 2018
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
ab 12
Sonstiges:
Sonstiges:
Von der FALTER-Kinoredaktion empfohlen

Archivar, Avatar, Altvaters Altar: "Ready Player One"

Drehli Robnik | 04.04.2018

Steven Spielberg freut sich, dass sein Name Playmountain bedeutet. (Kein Schmäh.) Von all den Bergen, die sein Kino dem (Licht-)Spiel im Wechsel der Levels und Wirklichkeiten weiht, ist "Ready Player One" der größte, nicht der schönste.

Alles spielt in Columbus, Ohio, anno 2045. Die Slums heißen stacks, aufgetürmt aus Wohnwagenwracks. Elendserkundung nimmt hier weniger Raum ein als in Ernest Clines Romanvorlage; ebenso die Funktion der riesigen Virtual Reality namens OASIS als Bildungssystem -im Film gilt der Avatar-Austritt aus der real world ganz dem Gaming -und das Reden über Nerd-und Geekgeschmack. Mehr als reichlich sind dennoch Markenartikel jener 1980er-Konsumkultur, die Spielberg -zumal als Producer -mitprägte, aufgetürmt. Es gilt, Archive durchzuspielen, es droht Kommodifizierung der Spielwelt. Verhindern sollen das jene, denen die Waren zum Gral werden. Der Overkill an Zitaten aus Filmfranchises, CyberSciFi und Ö3-Pop ist Konzept wie auch Spektakel des Films. Sollte jemand einen Mangel an "Back to the Future"-Verkultung und "Herr der Ringe"-Cosplay verspüren: Der wird hier behoben.

Ebenso ein didaktisch beschworener Mangel an Realität: Weißer Held (Tye Sheridan) findet sich im Stephen-King-Kindercliquenkreis von Buben anderer Teints und legt junggesellenmaschinelle Datenbrillenfixierung ab, durch Bindung an toughes Grunge-Girl mit Gemüsegarterl (Olivia Cooke). Das dauert. Der Film zeigt Games, die man aus ihm melken wird. Autorennen: fetzig. 3D-Tanzflirt: funky. Eine Szene in Szenerien aus "Shining": frech. Referenz, Reverenz, it never ends. Nach dem Druckerschwärzedrama "The Post" nun Spielbergs zweiter Medienretrofilm heuer: Nerdnostalgie rund um Gamegründerväter Mark Rylance und Simon Pegg. Easter Egg: "Indiana Jones 5" wird besser.

Ab Fr in den Kinos (OF im Haydn)

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