Filmkritik

Ant-Man and the Wasp

Foto: Marvel Studios 2018

Foto: Marvel Studios 2018


Nach seinem ersten - sehr niedlichen und lustigen - Filmabenteuer aus dem Jahr 2015 und Gastauftritten bei den Avengers ist Scott Lang alias Ant-Man (Paul Rudd) wieder da. Diesmal muss er sich nicht nur parallel als Vater und Superheld beweisen, sondern macht sich an der Seite seiner Partnerin Hope alias The Wasp auch auf die Suche nach deren im subatomaren Raum verschollenen Mutter Janet.

Regie:
Regie:
Peyton Reed
Darsteller:
Darsteller:
Paul Rudd, Evangeline Lilly, Michael Douglas, Hannah John-Kamen, Michelle Pfeiffer, Michael Pena, Laurence Fishburne, Judy Greer
Land/Jahr:
Land/Jahr:
USA 2018
Dauer:
Dauer:
118 min
Kinostart:
Kinostart:
26. Juli 2018

Ameisenmann wird groß(er Durchschnitt)

David Auer | 25.07.2018

Der 20. Film des Avengers-Franchise ist fraglos kompetent gemacht und nie fad -was ja schon gar keiner Erwähnung mehr wert ist. Das Marvel Cinematic Universe produziert erwartungsgemäß gute Unterhaltungsware. Was ihm öfter auch zum Verhängnis wird. Nicht unbedingt allein, weil Fun nun einmal ein Stahlbad ist, sondern weil man mit einer gewissen Erwartung an die Filme herangeht, die selten enttäuscht oder übertroffen wird. Auch "Ant-Man and the Wasp" ist eben Business as usual, kaum über dem kultivierten Edeldurchschnitt der Reihe.

Erneut führt Peyton Reed Regie; er übernahm damals das Ruder des ersten Teils, nachdem der Meritenkönig Edgar Wright (Satiriker etwa mit "Shaun of the Dead") aufgrund von "kreativen Differenzen" gegangen worden war. Dabei herausgekommen ist gefällige Comic-Comedy mit rasanter Groß-/Klein-Modulations-Action, die auch diesmal zu den besten Schauwerten des Films zählt. Neben den bizarrschönen psychedelischen Panoramen auf Nanoebene, denen viel zu wenig Zeit gewidmet wird, weil ja das nächste Action-Versatzstück wartet. Ein längerer Atem hätte den toll animierten Einzeller-und Moleküllandschaften schon gut gestanden.

Worauf Disney mit der Zeit draufgekommen ist: Bösewichter sind nicht grundlos böse, sie haben Motive für ihr Tun oder sind hilfsbedürftig. Das ist auch im neuesten Marvel-Streich der Fall und versöhnlich, in Form einer geisterhaften Antagonistin, die Erlösung von ihrem Schmerz sucht.

Ant-Mans Freundin Hope van Dyne (Evangeline Lilly) verwandelt sich diesmal in The Wasp, ein dem humorigen Paul Rudd ebenbürtiges Pendant. Am Schluss gibt's ein pflichtgemäßes Franchise-Tie-in - einen scheinbaren Cliffhanger -und der Abspann spielt selbstbewusst mit der obligaten Merchandise-Verwertungsmaschine.

Ab Fr (OF im Apollo)

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