Empfohlen Filmkritik

Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm

© Wild Bunch Germany / Stephan Pick


Nach dem Erfolg der "Dreigroschenoper" (1928) arbeitete Bertolt Brecht an einer Filmfassung, die jedoch nicht in seinem Sinn zustande kam. Der Streit mit dem Produzenten gipfelte im "Dreigroschenprozess", 1933 ging Brecht ins Exil. Regisseur Joachim A. Lang behandelt die historischen Ereignisse und entwirft gleichzeitig – als Film im Film – eine Kinofassung nach Brechts Intention. Er will viel und erreicht viel mit dieser prallen Wundertüte voll Originalzitaten, Gesang und Kunstreflexionen, die die vierte Wand dekonstruiert, so gut dies im Kino eben funktioniert. (Sabina Zeithammer)

Regie:
Regie:
Joachim A. Lang
Darsteller:
Darsteller:
Lars Eidinger, Tobias Moretti, Robert Stadlober, Joachim Król, Claudia Michelsen, Hannah Herzsprung, Peri Baumeister
Land:
Land:
D/B
Jahr:
Jahr:
2018
Dauer:
Dauer:
135 min
Kinostart:
Kinostart:
14. September 2018
Sonstiges:
Sonstiges:
Von der FALTER-Kinoredaktion empfohlen

Brecht-Wundertüte für kundiges Publikum

SZ | 12.09.2018

Nach dem Erfolg der "Dreigroschenoper" (1928) arbeitete Bertolt Brecht an einem Film, der aber nicht in seinem Sinn zustande kam. Der Streit mit dem Produzenten gipfelte im "Dreigroschenprozess", 1933 ging Brecht ins Exil. "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm" behandelt jene historischen Ereignisse und entwirft gleichzeitig - als Film im Film - eine Kinofassung nach Brechts Intention. Regisseur Joachim A. Lang will viel und erreicht viel mit dieser prallen Wundertüte voll Originalzitaten, Gesang und Kunstreflexionen, die die vierte Wand dekonstruiert, so gut dies im Kino eben funktioniert. Wer mehr weiß, hat mehr davon: Der Film setzt auf kundige Zuseher und hohes Tempo, zum Ende hin hätte eine Atempause ihm gutgetan. Groß die Besetzung mit Tobias Moretti, Hannah Herzsprung, Claudia Michelsen und Christian Redl.

Ab Fr in den Kinos

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