Filmkritik

Ein Gauner & Gentleman

The Old Man & the Gun

Foto: Thimfilm


Forrest Tucker kann es trotz seiner 70 Jahre nicht lassen, eine Bank nach der nächsten auszurauben. Insgesamt saß er 17 Mal im Gefängnis, doch jedes Mal gelang ihm die Flucht. Nach wahren Begebenheiten gedrehte, bis in die Nebenrollen großartig besetzte Gaunerkomödie, mit der Robert Redford, 82, seinen Abschied von der Leinwand nehmen will.

Regie:
Regie:
David Lowery
Darsteller:
Darsteller:
Robert Redford, Casey Affleck, Sissy Spacek, Elisabeth Moss, John David Washington, Tom Waits, Danny Glover
Land/Jahr:
Land/Jahr:
USA 2018
Dauer:
Dauer:
93 min
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
Keine Angabe
Kinostart:
Kinostart:
29. März 2019

Nett und adrett: Redford als Räuber

SZ | 03.04.2019

Eine Bankmitarbeiterin wird überfallen. Warum sie weine, fragt der 70-jährige Räuber. Heute sei ihr erster Arbeitstag, antwortet sie. Es gäbe doch für alles ein erstes Mal, sagt er, und sie mache das großartig. David Lowerys "Ein Gauner & Gentleman" handelt von der Sehnsucht nach Nettigkeit -und sei es in Form des freundlichen Bankräubers Forrest Tucker. Der grantelnde Polizist, der 1981 ermittelt, hat eine liebe Familie; Forrest hat ein sympathisches Team und lernt eine bezaubernde Frau kennen. Robert Redfords angeblich letzter Film ist eine charmante Gangsterkomödie nach wahren Begebenheiten und mit -klarerweise -äußerst netten Dialogen. Im Vergleich zu Clint Eastwoods "The Mule" mit trumpiger "Money makes me great again"-Message herrscht hier eine melancholische "Man kann eben nicht aus seiner Haut"-Stimmung.

Bereits im Kino (OmU im Gartenbau)

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